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Kirchgemeinde in Lunzenau feiert 60 Jahre Glockenweihe

Fest Familienrallye und die Chance eigenhändig die Glocken zu läuten

Lunzenau . Am Sonntag, den 29. September feiert die Kirchgemeinde ab 10 Uhr mit Festgottesdienst und Erntedankfest die Weihe ihrer drei Kirchenglocken vor 60 Jahren. Nach dem Gottesdienst gibt es hinter der Kirche auf dem Feuerwehrplatz ein kleines Fest mit vielen Spielen und Unterhaltung. Bei einer Familienrallye gilt es verschiedene Stationen mit alten Lunzenauer Gewerken zu absolvieren und darüber hinaus wird es einen Kindergottesdienst mit Basteltisch geben. Für große und kleine Gäste besteht zudem die Möglichkeit, selbst mal das Geläut zu jeder vollen Stunde mit der Hand in Betrieb zu nehmen und geführt den Kirchturm zu besteigen. Ein historischer Rückblick mit Bildern und Dokumenten ist in der Kirche zu sehen, der bis zur Adventszeit dort verbleibt.

Drei Glocken im 36 Meter hohem Barockturm

Die Kirche, die das heutige Stadtbild von Lunzenau wesentlich prägt, wurde nach dem Stadtbrand von 1781 um 1785 errichtet. 1791 erhielt sie eine Orgel und auf Wunsch der Bürgerschaft 1801 eine zweite Kirchenglocke. Heute verkünden drei Glocken im 36 Meter hohen Barockturm freudige oder traurige Nachrichten und laden zu Gottesdiensten ein. Täglich rund um die Uhr aber hört man, was die Stunde geschlagen hat, wobei es nicht mehr die alten Bronzeglocken sind. Die letzte davon erhielt 1959 die Kirchgemeinde Hirschfeld, die ihre Kirche samt Glocke durch einen Brand verloren hatte. Vor der Abgabe dieser Glocke ließ die Lunzenauer Gemeinde in der Glockengießerei Apolda die neuen Glocken gießen. Man entschied sich damals für Hartguss.

Zum Reformationstag 1959 erfolgte dann die Glockenweihe. 1966 ging eine elektrische Läuteanlage in Betrieb. Bis zu dieser Zeit wurden die Glocken mit einem langen Seil, welches vom Turm bis hinter den Altar im Kirchenschiff hing, per Hand in Schwingung gebracht. Diese Aufgabe übernahmen gern Kinder und erhielten 10 Pfennige für den Einsatz.