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Kirchgemeinden vereinen sich

Gottesdienst Aufführung in der Petrikirche am Reformationstag

Freiberg. 

Freiberg. Ein bedeutsames Datum haben sich die Freiberger Kirchgemeinden St. Petri-Nikolai und St. Johannis ausgesucht, um offiziell ihre Vereinigung zu begehen. Am morgigen Reformationstag, der die Wiederkehr des Anschlags der 95 Thesen durch Martin Luther in Wittenberg begeht, wird der Gottesdienst ab 9.30 Uhr diese Vereinigung besiegeln. Dafür wird es das eine oder andere geben, was nicht immer während eines Gottesdienstes stattfindet. Bereits seit mehreren Tagen bereiten die Mitglieder der Freiberger Bürgerbühne ihren Auftritt vor. Sie wollen den Besuchern einen Ausschnitt aus einem größeren Stück präsentieren, welches sie für die "Nacht der Kirchen" im kommenden Jahr vorbereiten, und in dem die Psalmen im Mittelpunkt stehen sollen. Zum Reformationstag ist es der Psalm 51, der seine Darstellung findet. Den Hauptpart, den des Königs David, übernimmt dabei der gebürtige Iraner und ausgebildete Sänger Amir Nikou, der seit 2014 in Freiberg lebt und die Bürgerbühne mit ins Leben gerufen hat, damals allerdings noch nicht unter diesem Namen. Den erhielt die spielfreudige Truppe erst kürzlich auf Initiative der Kunstministerin Eva-Maria Stange, der die Bürgerbühnen in Sachsen am Herzen liegen. Mitmachen kann hier, wer möchte. "Ich gebe jeden Samstag ab 10.30 Uhr Workshops in den Räumen der Johannisgemeinde", sagt Amir Nikou. Wer mal hinein schnuppern möchte ist jederzeit herzlich willkommen. Und zwar ungeachtet seiner Herkunft. Nicht wenige Mitglieder haben Deutsch nicht als Muttersprache. "Song of David" heißt der Ausschnitt, der am Reformationstag zu erleben sein wird. Nicht nur Schauspieler, sondern auch Musiker werden dabei sein. Das Zusammenspiel aller verleiht dieser Aufführung unter Regie von Markus Gille eine hohe Intensität und soll zum Nachdenken anregen.