Kita-Ausbau nimmt nochmals Fahrt auf

Investition Fast 1,3 Millionen Euro Fördergelder fließen 2013 in mittelsächsische Kindergärten

Der Landkreis wird im kommenden Jahr zum vorerst letzten Mal die mittelsächsischen Kindertagesstätten beim Ausbau von Krippenplätzen finanziell unter die Arme greifen. Insgesamt sieben Kitas werden davon profitieren. Hierzu zählen auch Einrichtungen in Frankenberg, Hainichen sowie Penig, wo mehr Platz für die Sprösslinge geschaffen wird. "Das Gesamtvolumen der Maßnahmen wird sich am Ende auf annähernd 5,6 Millionen Euro belaufen", sagte Behördensprecher André Kaiser auf Nachfrage. Der Bund finanziert das mit rund 1,2 Millionen Euro Fördermitteln. Der Landkreis gibt für den Ausbau noch einmal rund 117.000 Euro dazu. Die restliche Summe muss von den Kommunen und freien Trägern der Einrichtungen gestemmt werden. Das entschied jetzt der Jugendhilfsausschuss, der Anmeldungen für 85 Maßnahmen mit einem Gesamtvolumen von rund 8,6 Millionen Euro auf dem Tisch liegen hatte. "Dafür allerdings wären fast doppelt so viele Fördermittel vom Bund notwendig gewesen", erklärte Heidi Richter, die Leiterin der Abteilung Jugend und Familie ist. Das heißt, dass 48 Kitas leer ausgehen. Das betrifft auch die Aufstockung von Kindertagespflegestellen. Sollte allerdings der Bund doch noch Fördergelder bereitstellen, sagte Richter, so werden diese nach Prioritätenliste verteilt. Damit für die unter dreijährigen Mädchen und Jungen genügend Betreuungsplätze zur Verfügung stehen, wurden vom Landkreis bereits seit 2008 etwa 7,4 Millionen Euro Bundesfördergelder und 742.000 Euro aus dem mittelsächsischen Haushalt in die Kitas investiert. Die Bauprojekte hatten ein Volumen von rund 41 Millionen Euro. Dass auch zukünftig Bedarf beim Ausbau der Einrichtungen besteht, zeigt ein Blick in die Statistik. So wurden Mitte 2011 fast 43,1 Prozent der im Landkreis lebenden Kinder (unter drei Jahre) in Kitas sowie bei Kindertagespflegepersonen betreut. In den Jahren 2013/14, erklärte Richter, sollen den Kindern voraussichtlich 61 Prozent Betreuungsplätze und Kindertagespflegepersonen zur Verfügung stehen. Insgesamt wird in Ostdeutschland von einem Bedarf in Höhe von knapp 51 Prozent ausgegangen. Somit ist der Landkreis für den gesetzlichen Anspruch von Kita-Plätzen gut gerüstet.