Kita "Wirbelwind": Kinder werden zu Bauleuten

Sanierung Hof und Außengelände wurden auf Vordermann gebracht

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Kita-Leiterin Iris Grimm (2.v.r.) und ihre Stellvertreterin Susann Horn freuen sich mit den Arbeitern der Firma Dienstleistung und Service Heidrich und Ramm über die gelungene Sanierung des Hofs. Foto: Ulli Schubert

Halsbrücke. Wie die Kita im Ortsteil Tuttendorf wird auch die Kindertagesstätte "Wirbelwind" in Halsbrücke vom Kinderschutzbund Freiberg betrieben. 172 Plätzen von der Krippe bis zum Hort stehen zur Verfügung.

Und auch hier wird bald gefeiert: am 5. Oktober wird der seit Juni umgestaltete Hof zusammen mit den Kindern eingeweiht. Die haben sich in den vergangenen Wochen und Monaten nicht nur am Bauzaun oder den Fenstern der Gruppenräume die Nasen platt gedrückt, sondern den Bauleute sogar bei ihrem Werk geholfen.

Kastanienbäume sollten erhalten werden

Bei einem Partizipationsprojekt wurden in den Gruppen Entwürfe für die Gestaltung eines Podestes mit Steinen entwickelt und über mehrere Entscheidungsstufen der beste Vorschlag zum Sieger gewählt. "Die Steine wurden dann von drei Jungs aus dem Hort mithilfe der Bauleute verlegt", verrät Kita-Leiterin Iris Grimm.

Bei der Umgestaltung des Hofes ging es unter anderem auch um die Erhaltung zweier alter Kastanienbäume. Daher wurden zunächst Eisengitter und über diese Holzplatten gelegt, auf denen die Kinder nun mit mobilen Spielgeräten aktiv werden können.

Fördermittel zur Finanzierung

Auch ein Hang wurde neugestaltet und eine Fahrbahn angelegt mit Zebrastreifen und mehr. "Vor allem aber war uns wichtig, dass keine tote Betonfläche entsteht", betont Iris Grimm. So gibt es Linien, mit deren Hilfe man leicht die Weite von Sprüngen oder Würfen messen kann.

Für die rund 130.000 Euro teure Umgestaltung des einstigen Schotterhofs in der Kita "Wirbelwind" flossen ebenfalls Fördermittel aus dem Programm "Brücken in die Zukunft". Der Grund für all diese Aktivitäten in der Gemeinde: "Wir haben eine recht stabile Einwohnerzahl und jährlich rund 40 Geburten. Die Plätze werden gebraucht", so Andreas Beger.

Auch in der Oberschule wird der Platz knapp

An räumliche Grenzen stößt man mittlerweile auch in der Oberschule Halsbrücke, die derzeit 338 Schüler besuchen. Im Gemeinderat wurde daher erst jüngst der Entwurf eines Erweiterungsbaus diskutiert.

"Wir sind hier aber noch in einer sehr frühen Planungsphase, es handelt sich lediglich um eine Studie", betont der Bürgermeister. Dass diese Diskussion aber überhaupt notwendig ist, ist ganz ohne Zweifel eine gute Nachricht für Halsbrücke.