Kleine Helfer räumen im Wald auf

Projekt Gemeindewald von Bobritzsch-Hilbersdorf wird schöner

Bobritzsch-Hilbersdorf. 

Bobritzsch-Hilbersdorf. Dem deutschen Wald geht es nicht gut. Hitze, Stürme und Borkenkäfer haben ihm in den vergangenen Jahren so stark zugesetzt, dass man nicht mehr von einer gesunden Struktur sprechen kann. Das betrifft auch den Gemeindewald von Bobritzsch-Hilbersdorf. Doch will man hier dem Verfall nicht tatenlos zusehen. Im vergangenen Jahr wurde unter den Schülern der Ortsteil-Schulen eine Eichel-Sammelaktion gestartet. 2.700 Kilogramm kamen dabei zusammen, welche im Frühjahr 2019 auf einer Fläche im Wald verteilt wurden und dort schon erste Pflänzchen hervorbrachten. In dieser Woche nun wurde eine weitere Aktion gestartet, welche der Waldpächter Robert Schmidt gemeinsam mit der Gemeinde entwickelte. Rund 20 Schüler aus Nieder- und Oberbobritzsch sowie Hilbersdorf kamen am Mittwoch in den Wald, um zusammen mit Lehrern, Eltern, dem Waldpächter und seinen Freunden sowie Bürgermeister René Straßberger, ein verwildertes Areal aufzuräumen, damit dort eine Art Waldschulgarten entsteht. "Der kann von den Schulen genutzt werden, aber auch von den Einwohnern der Gemeinde", sagte Robert Schmidt. Man wolle damit die Verbindung der Menschen zu ihrem Wald stärken, ergänzt René Straßberger.

Die Kinder lernten obendrein noch einiges an Handwerk, mussten sie doch Stämme entrinden oder Zäune bauen. Im Oktober kommen 3.000 Eichenpflanzen in den Wald, die im November gepflanzt werden sollen. Wer mitmachen möchte, ganz egal ob groß oder klein, kann sich bei der Gemeinde oder dem Waldpächter schon einmal anmelden.