Kleine Rennfahrer begeistern

Freude Der Sachsenring-Kindergärtner heißt Ronny

Wöchentliches Kinder-Gewimmel mit kleinen Rennmaschinen prägt das Bild nach dem Sommer am Sachsenring. Ronny Heinrich beherrscht den Trubel.

Eine "Sachsenring Kita" mit angeschlossener Grundschule schien dieser Tage eröffnet worden zu sein, denn in der Karthalle an der Goldbachstraße tummelt sich fortan eine große Schar Kinder im Alter von vier bis zu zehn Jahren auf kleinen Motorrädern, jagten um die engen Kurven und geben aber auch auf den kurzen Geraden mächtig Gas.

Der AMC Sachsenring lädt wöchentlich zu einem Schnupperkurs und Training ein, um interessierte Kinder an das sportliche Leben eines Rennfahrers heranzuführen. So gab es für die Hohenstein-Ernstthaler Ronny Heinrich als Übungsleiter viel zu tun. "Seit 2008 betreibe ich diese Art von Nachwuchsförderung. Und das macht mir riesig Spaß", meinte der 33-Jährige aus der Rennstadt, der eigentlich nie als Rennfahrer unterwegs war, "aber die Liebe zum Rennsport ließ mich nie los", meinte der gelernte Zerspanungs-Mechaniker, der mit dem Sachsenring-Urgestein "Schorsch" Hübner seine ersten Versuche an der Rennstrecke unternommen hatte. "Der Georg trainierte seinen Enkel, den Max Enderlein und ich habe einfach mitgeholfen. So kam ich zu der ganzen Geschichte", schmunzelte Ronny, der dann auch noch Hansi Lailach und dessen Sohn Danny in seinem Betreuungsprogramm wusste. Heinrich weiß aber auch, dass durch seine Arbeit und die des gesamten Teams eines der erfolgreichsten Rennsport-Nachwuchs-Zentren in Deutschland entstanden ist. Acht von zwölf Mädchen und Jungen kommen vom Sachsenring und fahren in der deutschen Pocket-Bike-Meisterschaft. "Stolz bin ich auf unseren Phillip Kastl, der auf Anhieb der Meister von Deutschland geworden ist - und das mit zehn Jahren", sagte Heinrich.