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Kleines Dorf nimmt Vorreiterrolle ein

Interview mit Wehrleiter Peter Schnabel aus Remse

Remse. 

Die ausgedienten Weihnachtsbäume gehen wieder in Flammen auf. In vielen Orten wird am Wochenende ein Knutfest gefeiert. Die Freiwillige Feuerwehr in Remse nimmt bei dieser Veranstaltung eine Vorreiterrolle in Westsachsen ein. Die Floriansjünger aus dem Dorf im Muldental organisieren bereits zum 14. Mal ein Knutfest. Holger Frenzel sprach mit Wehrleiter Peter Schnabel über die Tradition.

Wie entstand in Remse die Idee zu einem Knutfest?

Reiner Schmidt, der zu unserer Feuerwehr gehört, hat früher in Schweden gearbeitet. Dort hat das Weihnachtsbaumverbrennen eine lange Tradition. Er unterbreitete uns den Vorschlag, in Remse ein Knutfest zu organisieren. Wir haben 2001 den ersten Versuch gestartet. Seitdem steht das Knutfest im Januar regelmäßig in unserem Veranstaltungskalender.

Das stimmt. Die Entwicklung macht uns froh. Damit gibt es in vielen Orten eine Veranstaltung, zu der sich die Leute zu Beginn des neuen Jahres treffen können. Wir sehen darin auch keinen Konkurrenzkampf: Mit dem Knutfest wollen wir vor allem die Leute aus Remse und der näheren Umgebung ansprechen.

Können die Besucher am Samstag auch wieder die alten Weihnachtsbäume mit zur Knut bringen?

Ja. Das Knutfest beginnt am Samstag um 16 Uhr. Auf dem Festplatz am Feuerwehrdepot gibt es aus Sicherheitsgründen aber kein großes Feuer. Die alten Weihnachtsbäume werden zerkleinert und kommen dann in kleine Feuerkörbe. Mit dieser Variante sind wir in den vergangenen Jahren stets gut gefahren.

Welche Getränke und Speisen bieten die Mitglieder am Samstag an?

Wir bereiten unter anderem Grillwaren und Glühwein zu. Zudem gibt es bei uns die traditionelle Knutwurst. Sie bekommt durch einen Knoblauch-Zusatz ein besonderes Aroma.