Klimaschutz im Zentrum lebhafter Diskussion

Kontrovers Fridays For Future und die Machbarkeit

Freiberg. 

Freiberg. Am vergangenen Freitag schuf die Konrad-Adenauer-Stiftung ein Podium in der Freiberger Nikolaikirche, um einen Diskurs zwischen Politikern und Schülern zum Thema Klimaschutz und Demonstrationen zu ermöglichen. Über 70 Gäste fanden sich ein, darunter nicht nur Schüler, sondern auch viele ältere interessierte Bürger. Koordiniert und moderiert wurde die Veranstaltung von Joachim Klose - dem erfahrenen Chef der Adenauerstiftung. Als Gäste geladen waren Sachsens Kultusminister Piwarz, der Freiberger Klimaforscher Professor Jörg Matschullat von der TU Bergakademie und der Wahlkreisabgeordnete Steve Ittershagen. Von der Fridays-For-Future-Bewegung war zunächst niemand, trotz Einladung, erschienen.

Bewusstsein eines Einzelnen stärken

Die anwesende Jördis Thümmler vom Geschwister-Scholl-Gymnasium traute sich schließlich spontan aufs Podium. Steve Ittershagen stellte die Frage in den Raum, ob wir das Problem des Klimawandels ausschließlich aus unserer gutsituierten Perspektive betrachten oder nicht auch auf die globalen Auswirkungen in anderen Ländern ausweiten müssten. Er machte dies an der E-Mobilität fest. Diese sei perspektivisch ein Mittel zur Abschaffung konventioneller Verbrennungsmotoren. "Wir haben dann vielleicht ein gutes Gefühl, etwas gegen den Klimawandel getan zu haben, die Folgen tragen aber die Menschen in anderen Ländern, wo die notwendigen Ressourcen abgebaut werden müssen", so Ittershagen. Zentrales Korrektiv beim Kampf gegen den Klimawandel muss die Gesellschaft und vor allem jeder Einzelne sein.