Klimaschutzaktion: Sie haben 2500 Bäume gepflanzt

Natur Im Geburtsort des Naturheilkundlers Bilz haben überraschend viele mitgeholfen

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Wolfgang und Ingrid Winkler pflanzten zusammen mit ihren Enkeln Jonas, Maren und Justus sowie Freundinnen Bäume für den Klimaschutz. Foto: Andrea Funke

Arnsdorf. Um die 1000 einheimische Laubbäume, vor allem Stieleichen, Bergahorn, Bergulmen, Vogelkirschen und Sträucher wurden im Peniger Ortsteil in die Erde gebracht. Der Klimaschutzverein Sachsen rief in enger Zusammenarbeit mit der Stiftung "Wald für Sachsen" zu dieser Aktion auf.

"Wir hatten nicht mit so vielen Mitstreitern gerechnet. Erstmals haben wir uns um die Pflanzung von Bäumen bemüht und uns als kompetente Partner für Neupflanzung die Stiftung ins Boot geholt", erklärte Vorstandschef vom Klimaschutzverein Michael Winkler während der Mittagspause im Bauernhof Winkler, auf derer 1,5 Hektar großen Wiese zukünftig der Wald wachsen soll.

Aktion Wald für Sachsen unterstützt

Dafür sorgten über 50 Mitglieder der Organisationen, Freunde und Bekannte. "Wir suchten eine sinnvolle Verwendung für dieses Stück Land, da erfuhren wir von der Aktion Wald für Sachsen und waren begeistert uns so mit in den Klimaschutz einzubringen", erklärte Ingrid Winkler, die ebenfalls mit ihren Mann und Enkeln ein paar Bäume setzte. Alle 2500 Bäumchen konnten trotz fleißiger Helfer nicht gepflanzt werden, die restlichen werden noch in den nächsten Tagen gepflanzt.

Ein Zaun, der vor Wildverbiss schützen soll, wurde bereits von Mitgliedern der Stiftung errichtet. Bis zu fünf Jahren wird das Waldstück von der Stiftung gepflegt, danach kümmert sich Familie Winkler weiter. Der neue Wald soll in Zukunft jedes Jahr im Durchschnitt 6,2 Tonnen Kohlendioxid binden.

Kleines Wäldchen soll eine Hommage an den Naturheilkundler Bilz

Penigs Bürgermeister Thomas Eulenberger stellte fest: "Ich begrüße jede Art der Eigeninitiative für den Klimaschutz und freue mich, dass dies insbesondere in einem unserer Ortsteile aktiv umgesetzt wird."

Das gerade in Arnsdorf, dem Geburtsort vom Naturheilkundler Friedrich Eduard Bilz, die Klimabäume gepflanzt wurden, ist eine kleine Hommage an den Vater der volkstümlichen Naturheilkunde, dessen Geburtstag sich in diesem Jahr zum 175. Mal jährt. Bilz wuchs in einer intakten Natur auf. Hier erkannte er die Zusammenhänge zwischen der Gesundheit und einer natürlichen Lebensweise der Menschen.

Die Probleme des Klimaschutzes wurden in der Öffentlichkeit erst wahrgenommen, als die Gesellschaft erkannte, welche schrecklichen Folgen die Industrialisierung mit sich brachte. "Das Anlegen neuer Wälder wäre sicher ganz im Sinne von Bilz gewesen", erklärt Michael Winkler, der mit dem Klimaschutzverein die Energiewende unterstützt.