Klöppeln: Gelenauer Verein stellt seine Arbeit vor

Freizeit Eine alte Tradition mit modernen Einflüssen

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Während der Ausstellung zeigten die Klöpplerinnen Monika Richter (links) und Elke Schubert den Besuchern, wie ihr Handwerk funktioniert. Foto: Andreas Bauer

Gelenau. Nach vier Jahren Pause hat sich der Klöppelverein 1980 Gelenau erstmals wieder in großem Maße der Öffentlichkeit präsentiert. Im Rahmen der örtlichen Kirmes organisierten die 14 Vereinsmitglieder im Deutschen Strumpfmuseum eine Ausstellung, die die Vielfalt ihrer großen Leidenschaft offenbarte.

Die 27 bis 75 Jahre alten Frauen hatten nicht nur herkömmliche Deckchen in die Vitrine gestellt. Sie zeigten auch Fensterbilder, Schals, Gardinen und sogar Wandbemalungen, in die Klöppelarbeiten integriert sind. So gab es nicht nur weiße oder beige Produkte zu sehen.

"Seit einigen Jahren geht der Trend hin zu verschiedenen Farben. Es gibt viel buntes Garn", sagt Monika Richter, die an einem Tag zusammen mit Elke Schubert vor den Augen der Besucher klöppelte. So wurde dem Publikum eine Tradition vor Augen geführt, der sich die Gelenauerinnen sonst in kleinem Kreis widmen.

Jeden zweiten Donnerstag sitzen die Vereinsmitglieder in einem Zimmer des Strumpfmuseums beisammen und gehen ihrem Hobby nach. "Es ist auch eine Entspannung. Man kann sich schön dabei unterhalten", sagt Elke Schubert. Doch natürlich geht es auch darum, neue Techniken zu erlernen. Schließlich unterliegt auch das Klöppeln modernen Einflüssen, wie nicht nur die Farbe zeigt.

"In der ganzen Welt wird geklöppelt - und in den verschiedenen Ländern gibt es natürlich auch verschiedene Techniken", erklärt Monia Richter. Die 68-Jährige besucht daher auch weiterhin Kurse in der Volkshochschule, wo sie einst mit 50 Jahren als "Späteinsteigerin" zum Klöppeln kam. Um eher anzufangen, fehlte ihr die nötige Ausrüstung.

Damit andere schon in jungen Jahren damit beginnen können, ist der Verein auf Nachwuchssuche. "Kinder sind meistens sehr interessiert daran", schildert Monika Richter eine Erfahrung, die sich während der Ausstellung bestätigte.