Klöppelzirkel besteht fast drei Jahrzehnte

Tradition Gruppe aus Ringethal pflegt Handarbeitstechnik

Die aufwändige Handarbeitstechnik des Klöppelns hat auch in unserer Region ihre Anhänger. Auch im kleinen Ringethal, einem Ortsteil von Mittweida, gibt es sie. Aber dass der Leiter des Klöppelzirkels ein Mann ist, dürfte eher selten sein. Denn: Das Klöppeln ist eine Frauen-Domäne. "Das war meinem damaligen Job in der Kultur geschuldet", erklärt der 74-jährige Claus Schneidenbach, wie es damals zum Gründen dieser Gruppe kam. Den aus Neudorf stammenden Erzgebirger hatte 1978 die Liebe nach Ringethal verschlagen. Und da das Klöppeln im Erzgebirge große Traditionen hat, startete er Mitte der 1980er Jahre in Ringethal eine Umfrage, ob es Interesse für das Klöppeln gibt. Da sich rund 40 Frauen meldeten, kam es schließlich 1986 zum Gründen des Klöppelzirkels innerhalb des Dorfklubs. Johanna Eiselt, die ehemalige Chefin des Volkshauses Mittweida, führte dann zwischen 1986 und 1988 mit 25 Teilnehmern einen Klöppel-Lehrgang durch. Bis 1990 haben sich die Mitglieder des Klöppelzirkels regelmäßig getroffen, um ihrem Hobby zu frönen. "Danach hatten alle mehr oder weniger mit sich zu tun", weiß Claus Schneidenbach noch.

Erst 2004 hat sich der Zirkel wieder gefunden. 2006 gab es dann im Kulturzentrum am Inselteich wieder eine Ausstellung des Klöppelzirkels. Insgesamt hat der Klöppelzirkel inzwischen bereits sieben Expositionen in und um Mittweida gehabt. Heute zählt der Klöppelzirkel 14 Mitglieder und wird von den Schneidenbachs mehr oder weniger angeführt. Ilse Schneidenbach ist die Kursleiterin, und Claus kümmert sich um den Schriftkram und das Organisieren.

So werden auch interessante Ausfahrten veranstaltet, wie beispielsweise in die Annen-Kirche nach Annaberg oder das Suppenmuseum in Neudorf. Und Claus hält in seiner Chronik alles akribisch in Wort und Bild fest. Auch bei den Festen in Ringethal, wie dem Hexenfeuer und dem Inselteichfest, engagieren sich die Mitglieder des Klöppelzirkels.