Königsapfel wächst nun auf dem Apfellehrpfad in Burgstädt

Natur Erhalt von alten Sorten ist das Ziel der Pomologen und Vereinsmitglieder

Burgstädt. 

Der Pomologen-Verein Landesgruppe Sachsen spendierte für den Apfellehrpfad einen Baum der Apfelsorte "Sächsischer Königsapfel". Dazu trafen sich kürzlich Naturfreunde sowie Mitglieder der Regionalgruppe des Naturschutzbundes auf dem Areal des NABU um gemeinsam den Baum zu pflanzen. Die genaue Herkunft dieser Apfelsorte ist unbekannt. "Vermutlich ist die Sorte vor 1900 im Einzugsgebiet der Mulde im Erzgebirgsvorland entstanden.

Bereicherung des Apfellehrpfades

Um 1940 war der Königsapfel eine Hauptsorte im Anbau um Chemnitz, Döbeln, Rochlitz und Borna. Überregional ist dieser wohlschmeckende Apfel mit seiner auffälligen Größe kaum verbreitet und als Sorte nahezu unbekannt", erklärt Pomologe Manfred Schrambke, der selbst zu Hause auf 1000 Hektar 128 verschiedene Obstsorten angebaut hat. Ziel der Pomologen ist alte Sorte zu erhalten und auch deshalb wurde in diesem Jahr der Sächsische Königsapfel von der Landesgruppe Sachsen als Apfel des Jahres gewählt. "Wir freuen uns über die Spende des Vereins und die Bereicherung unseres Apfellehrpfades", berichtet Catrin Just, Schatzmeisterin der Regionalgruppe und Initiatorin des Apfellehrpfades.

Knapp 300 ehrenamtliche Arbeitsstunden leisteten die Mitglieder in Kleingärten an der Peniger Straße. Entstanden ist eine Streuobstwiese mit Obstbäumen und Lehrtafeln. Besucher des Apfellehrpfades werden so für den Erhalt von Streuobstwiesen sensibilisiert und können außerdem den Weitblick auf Burgstädt genießen.