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Kommune strickt Ehe-Konzept

Fusionspläne Wechselburg will bis 2013 Wunschkatalog erstellen

Wechselburg. 

Die große Frage, ob sich die eigenständige Kommune Wechselburg künftig eine "Hochzeit" mit Lunzenau, Penig oder Rochlitz vorstellen könnte, bleibt weiter offen. Weil die Bürgermeisterin Renate Naumann die politische Entscheidung mit ihrem Gemeinderat nicht alleine treffen möchte, hatte sie eine Blitzumfrage bei etwa 1.700 Bürgern durchgeführt. Konkret wurde dabei hinterfragt, ob sich die Bevölkerung einen kommunalen Zusammenschluss mit einer der drei benachbarten Städte vorstellen könnte und welche Kommune in diesem Fall in Frage kommt. Rund 67 Prozent der Bürger tendierten dabei für eine Fusion mit Rochlitz. Allerdings beteiligten sich nur etwa 33 Prozent an dem "Blitzvotum", was Naumann enttäuschte. "Ich hätte mir durchaus mehr Resonanz gewünscht, auch weil es um die Zukunft der Gemeinde geht und auch die Bürger den kommunalen Zusammenschluss eines Tages mittragen müssen", betonte Naumann im BLICK-Gespräch. Obwohl die Umfragebeteiligung recht dünn ausgefallen war, will die Bürgermeisterin dem Votum jetzt Rechnung tragen.

"Das Ergebnis können wir nicht einfach so unter den Tisch kehren", sagte Naumann, die bis zum Frühjahr 2013 einen "Wunschkatalog" als Grundlage für weitere Verhandlungen mit den Nachbarstädten erstellen will. Dort werden dann die Gemeinderäte alle Dinge zusammentragen, die zukünftig im Ort erhalten bleiben sollen und in die auch in den kommenden Jahren investiert werden müsse. Die Frage, mit welcher Kommune Naumann selbst gern fusionieren würde, lässt sie unbeantwortet. Allerdings verriet sie auf BLICK-Nachfrage, dass man auf die Stimme der Bürger hört. Ihre Rochlitzer Amtskollegin Kerstin Arndt jedenfalls steht einer potenziellen Ehe mit Wechselburg offen gegenüber. "Wichtig dabei sollte sein, dass beide Kommunen dadurch noch weiter gestärkt werden", sagte Arndt. Sollte die Fusion mit Rochlitz nicht zustande kommen, behält sich Wechselburg vor, mit Lunzenau oder Penig zu kooperieren.