Kommunikation verbessern

Flüchtlingskrise Weniger Zuweisungen von Flüchtlingen für den Landkreis

Dem Landkreis Mittelsachsen werden 2016 bis Ende Januar 853 Asylsuchende zugewiesen. Das teilte die Landesdirektion mit. Zwischen Weihnachten und Neujahr sollen keine Flüchtlinge eintreffen, im Januar dann wöchentlich 147 Personen. "Das ist eine leichte Entspannung, zwischenzeitlich sollten dem Landkreis nach Prognosen rund 250 Asylsuchende pro Woche zugewiesen werden. Dennoch heißt es, für die 853 Personen eine angemessene Unterbringung vorzuhalten", so Landrat Matthias Damm. Deshalb werde man mit Hochdruck an der Schaffung und Vorbereitung neuer Unterkünfte arbeiten. "Wir fahren hier mehrgleisig", erklärt der Leiter der Stabsstelle Asyl, Dieter Steinert. Neben der Suche nach großen Objekten und Freiflächen erfolge die Vorbereitung zur Nutzung von Wohnungen. "Hier möchten wir die Gesellschaft für Strukturentwicklung und Qualifizierung stärker unterstützen. Wir müssen als Landkreis stärker vorankommen", so Steinert. Eine Abarbeitung aller Wohnungsangebote, der Besichtigungen und der Verträge ist trotz des großen Engagements der Mitarbeiter fast nicht mehr zu schaffen. Über 400 Wohnungen wurden durch Kommunen, aber auch private Personen gemeldet.

Um die Kommunikation mit dem Kreistag zu verbessern, soll im kommenden Jahr eine Arbeitsgruppe eingerichtet werden. "Wir sind stärker sensibilisiert und möchten die Fraktionen in den Kommunikationsprozess mit einbinden. Parallel laufen zahlreiche Projekte, wir wollen Informationsverluste vermeiden", erklärt Landrat Matthias Damm. Im kommenden Jahr werde das Thema Asyl den Landkreis weiter sehr beschäftigen. Er hoffe auf eine Entspannung, da derzeit auch weniger Flüchtlinge den Freistaat erreichen. Eine Prognosezahl für 2016 liegt noch nicht vor. Damm dankt den in der Flüchtlingshilfe haupt- und ehrenamtlich Tätigen, die oft bis an die Belastungsgrenze arbeiten, für ihr außerordentlich hohes Engagement. su/pm