Konzept für Erlebnis-Museum steht

Wettbewerb Berliner Architekten sollen "Zeit-Werk-Stadt" in Frankenberg gestalten

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Schubert, Ulli

Frankenberg. Das Berliner Architekturbüro Scheidt Kasprusch hat den Wettbewerb um die Gestaltung des Erlebnismuseum "Zeit-Werk-Stadt" auf dem ehemaligen Lisema-Gelände in der Zschopauaue in Frankenberg gewonnen. Stimmt der Stadtrat an diesem Mittwoch zu, wird dieser Entwurf bis zur Sächsischen Landesgartenschau 2019 umgesetzt. Die einstige Produktionshalle wird für eine Blumenschau und den Cateringbereich genutzt. Nach einer kurzen Umbauphase soll dann 2020 hier Erlebnismuseum "Zeit-Werk-Stadt" eröffnet werden.

Damit ist der Startschuss für ein neues Ziel in der Stadtentwicklung gegeben, so Bürgermeister Thomas Firmenich zur öffentlichen Preisverleihung am vergangenen Freitag. Bereits vor etwa zwölf Jahren habe man begonnen darüber nachzudenken, wie man Stadt- und Industriegeschichte anschaulich und erlebbar darstellen könnte. "Wir möchten nicht nur ein Museum zum Schauen und Staunen, sondern einen Ort, an dem der Besucher etwas lernt und selbst tätig wird. Das Erlebnismuseum soll so zur Erlebnismanufaktur werden", so Thomas Firmenich, der auch von einem Grundstein für die touristische Entwicklung Frankenbergs sprach. Vor allem aber sollen die Besucher angeregt werden, immer wiederzukommen. Neben der Stadt- und Druckereigeschichte, der Geschichte der Zigarrenindustrie sowie der Teppichweberei soll auch das Framo- und Barkas-Museum in der "Zeit-Werk-Stadt" ein neues Domizil finden.

An dem Wettbewerb hatten sich zunächst 20 Architekturbüros beteiligt, 15 kamen in die nächste Runde, fünf schließlich in die engere Auswahl. "Die Entscheidung ist uns nicht leicht gefallen", sagte der Frankenberger Architekt Olaf Sporbert für die Jury, die drei Preise zu vergeben hatte. Den mit 20.000 Euro dotierten Siegerpreis übergab Ulrich Menke, Abteilungsleiter Stadtentwicklung, Bau und Wohnungswesen im sächsischen Innenministerium. Er freute sich darüber, dass mit dem Umbau der einstige Produktionshalle anlässlich der Landesgartenschau keine Eintagsfliege entstünde, sondern mit dem Erlebnismuseum ein "Glanzstück, das weit in die Zukunft erstrahlt."

Die Ergebnisse des Realisierungswettbewerbs "Zeit-Werk-Stadt" - Erlebnismuseum für Stadt und Industriegeschichte in Frankenberg Sachsen können bis zum 17. Februar dienstags von 13 bis 16 Uhr und donnerstags von 10 bis 14 Uhr in einer Ausstellung im Ratskeller im Rathaus Frankenberg begutachtet werden.