Kreisverkehr statt Kreuzungsausbau

Verkehr Falkenauer Bürger befürchten höheres Unfallrisiko

Im Hainichener Ortsteil Falkenau stößt der Ausbau der Kreuzung im Bereich der Döbelner Straße (B 169) und Frankenberger Straße (S 201) auf Kritik. Der Verkehrsknotenpunkt wurde bereits im September zur Baustelle deklariert und soll voraussichtlich bis Mitte nächsten Jahres samt neuer Verkehrsführung für 500.000 Euro umgestaltet werden. Diese sieht künftig vor, die Frankenberger Straße rechtwinklig an die Bundesstraße heranzuführen. Wie das Landesamt für Straßenbau und Verkehr (Lasuv) informierte, sollen sich damit die Sichtverhältnisse für die Autofahrer deutlich verbessern. Doch die Einwohner in Falkenau sehen dem bereits laufenden Kreuzungsausbau kritisch entgegen. "Wir befürchten, dass sich dadurch die Verkehrsteilnehmer in der Ortslage noch weniger an die vorgeschriebene Geschwindigkeit halten", meint der Falkenauer Uwe Nadler, der direkt an der Bundesstraße eine Firma betreibt. Seine Sorge ist nicht unbegründet. Denn künftig wird es auf der B 169 Linksabbiegerspuren in Richtung Hainichen geben. "Das animiert noch mehr Lkw-Fahrer, die parallel zur A 4 laufende B 169 zur Mautumgehung für zügige Fahrten zu nutzen, was mehr Lärm und erhöhtes Unfallrisiko für Anwohner, Fußgänger und Radfahrer darstellt", betont Nadler. Schon jetzt nimmt der Schwerlastverkehr zu und es wird mit erhöhter Geschwindigkeit durch die Ortschaft gefahren. "Hinzu kommt, dass es hier keinen Fuß- und Radweg gibt", sagt Nadler, der kürzlich mit Anwohner Helmut Wolf ein Schreiben an das Lasuv versendete. Unterschrieben haben dort 69 Falkenauer. In dem Brief bitten sie darum, noch einmal die Variante eines Kreisverkehrs zu prüfen, der ursprünglich zur Auswahl stand und auch von der Stadt Hainichen unterstützt wurde, allerdings aus Kostengründen verworfen wurde. Bisher haben die Falkenauer, die sich auch andere verkehrsberuhigende Maßnahmen vorstellen können, noch keine Antwort seitens der Behörde für ein gemeinsames Gespräch erhalten.