Kriebstein legt den Haushalt für 2021 vor

Kommunalpolitik Gemeinderat verständigt sich in zweiter Lesung zu künftigen Finanzen

Grünlichtenberg/Kriebstein. 

Grünlichtenberg/Kriebstein. Im Mittelpunkt der jüngsten Beratung des Kriebsteiner Gemeinderates stand zweifellos die zweite Lesung des Haushaltsplanes der Gemeinde für 2021. Dabei führt die voraussichtliche Zuweisungsrate für 2021 aus dem Corona-Schutzschirm in Höhe von knapp 135.000 Euro zu einer spürbaren Entlastung der angespannten Haushaltssituation Kriebsteins. An Investitionen für das nächste Jahr sind die Ausbaukosten für den Burgberg in Höhe von etwa 800.000 Euro bekannt und mit 750.000 Euro gesichert. Die für den Zweckverband Kriebsteintalsperre gebundenen Mittel in Höhe von 337.000 Euro sind eine weitere Großinvestition. Dazu kommt noch der Anbau an die Kindertagesstätte in Grünlichtenberg, für die nachträglich rund 500.000 Euro eingestellt wurden. Die liquiden Mittel der Gemeinde werden sich 2020 voraussichtlich um maximal 742.000 Euro verringern. "Vor diesem Hintergrund wurde die voraussichtliche Entwicklung der Liquidität aktualisiert", sagte Wolfgang Hein, der Kriebsteiner Kämmerer. Stehen für 2021 noch 1,37 Millionen Euro für Investitionen zur Verfügung, wird Ende des nächsten Jahres die Liquidität Kriebsteins bei lediglich reichlich 209.000 Euro liegen, wenn alle Maßnahmen realisiert werden, was es allerdings bisher noch nie gab. Bis zum Ende des Finanzplanzeitraumes 2024 wird sie dann völlig ausgeschöpft sein. Der Haushaltsplan für 2021 wird vom 22. bis zum 30. Oktober öffentlich ausgelegt und soll am 30. November beschlossen werden. Während der Auslegungszeit können noch Einwendungen zum Haushalt 2021 gemacht werden.

Ein weiterer Punkt dieser Gemeinderatssitzung war beispielsweise der Beschluss, auch 2021 den Mittelsächsischen Kultursommer finanziell zu unterstützen. Dafür werden 500 Euro ausgegeben. Zur Straßenbaumaßnahme in Höckendorf, die inzwischen abgeschlossen ist, wurde ein weiterer Nachtrag beschlossen, da zusätzlich ein Entwässerungskanal eingebaut werden musste, der weitere, nicht geplante Kosten verursacht. Die finanziellen Aufwendungen belaufen sich nun auf reichlich 83.500 Euro. Außerdem teilte Bürgermeisterin Maria Euchler (Freie Wähler) mit, dass am heutigen 17. Oktober die Bauernstube von Erlebach nach Umbau endlich wieder öffnet.