Krippenspiele in den Kirchen

Heilig Abend Klassische Inszenierungen und Bezüge zur Gegenwart

Region. Eine feste Tradition am Weihnachtstag ist es für viele Menschen, in den Kirchen ein Krippenspiel zu besuchen. Die Inszenierungen rund die biblische Geschichte der Geburt Jesu, der als Erlöser der Menschen auf die Erde gekommen ist, sind vielseitig. Ihre Geschichte reicht Jahrhunderte zurück, denn bereits 1223 soll Franz von Assisi nicht nur die Weihnachtsmesse gehalten haben, sondern mit einer Krippe, Heu und echten Tieren die Geschichte um die Geburt Jesu veranschaulicht haben. Die klassischen Krippenspiele mit den biblischen Texten sind in vielen Kirchgemeinden zu sehen, doch genauso werden auch moderne Inszenierungen gezeigt. Sie verbinden die biblische Geschichte mit Themen der Gegenwart.

In Oberlungwitz gibt es in diesem Jahr ein Krippenspiel, bei dem Eltern und Kinder zusammen spielen. Dafür wurde seit mehreren Wochen fleißig geprobt. Gezeigt wird das Krippenspiel im nachmittäglichen Gottesdienst für Familien, der 15 Uhr in der Martinskirche beginnt. Eine zweite Christvesper wird 17 Uhr stattfinden.

Ganz klassisch und traditionell wird es in Gersdorf in der Marienkirche. Die Gersdorfer Christvesper folgt seit Jahrzehnten einem festen Ablauf. Das Stück, in dem viele Kinder als Engel und Hirten auf der Bühne stehen und singen, wurde speziell für die Gersdorfer Marienkirche geschrieben und wird Mitte der 1920er Jahre nahezu unverändert aufgeführt. Einem aktuellen Thema wird sich spät abends in der Weihnachtsnacht in der Glauchauer Georgenkirche gewidmet. Wenn sich der Trubel am Weihnachtsbaum gelegt hat, wird hier ab 23 Uhr ein Krippenspiel zu sehen sein, bei dem das Thema der Flucht eine besondere Rolle spielen soll. Für so manchen Kirchgänger wird die Nacht auch anderorts sehr kurz, denn am ersten Weihnachtstag finden in einigen Kirchen die traditionellen Mettengottesdienste statt, die 5 oder 6 Uhr morgens beginnen.