Künstler bringen Kettensägen-Bildhauerei nach Nicaragua

Projekt Künstler des Vereins Turmgalerie Augustusburg reisen im neuen Jahr nach Zentralamerika

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Der Künstler Rafael Gamez, der in Eppendorf lebt, stammt aus Esteli und bereitet natürlich das Kunstprojekt des Vereins der Turmgalerie mit vor. Foto: Ulli Schubert

Augustusburg. Uwe Schwarz wird am Dienstag kommender Woche seinen Stuhl in der Werbeagentur Made in Flöha mit dem Ausstellungsraum in der Turmgalerie auf der Augustusburg tauschen. Dort stellt der Künstler aus, er wird sich mit den Schülern eines Kunstkurses aus dem Regenbogen-Gymnasium treffen. "Das wird der Auftakt einer Gesprächsreihe, die anlässlich der Ausstellungen in der Turmgalerie im kommenden Jahr fortgesetzt werden soll", so der Vereinsvorsitzende.

Standort der Holzfiguren steht schon fest

Im nächsten Jahr wird es nur vier Ausstellungen in der Turmgalerie geben. Zunächst sind ab Anfang März 2018 Malerei und Grafik des in Tschechien lebenden Todor Stojanow zu sehen, den viele Augustusburger von verschiedenen Veranstaltungen her kennen werden. Mitte Mai stellt Mauro Hüller aus Italien zum zweiten Mal in der Turmgalerie aus, Mitte Juli folgt schließlich Fotografie von Ingo Steinert aus Augustusburg.

Von Mitte September bis Mitte November 2018 werden in einer sicher sehr spannenden Ausstellung ehemalige Mitglieder der Bezirksfördergruppe Karl-Marx-Stadt Arbeiten von damals Werken von heute gegenüberstellen. Ein weiteres großes Vorhaben des Vereins Turmgalerie ist für den Oktober kommenden Jahres unter dem Motto "Utopia 5" geplant.

Nach dem Austausch mit Künstler aus Kuba steht nun ein solcher mit Künstlerkollegen aus Nicaragua auf dem Programm. Geplant ist, ihnen die Bildhauerei mit der Kettensäge näher zu bringen. "Diese Technologie ist dort noch nicht bekannt. Es sind sogar schon Plätze in Esteli, eine Distrikthauptstadt, ausgewählt worden, wo die Holzfiguren stehen sollen. Auch die Bemalung der Wand eines neuen Gebäudes durch Künstlern aus beiden Ländern ist vorgesehen", so Uwe Schwarz. Unterstützt werden die Turmgaleristen von der Stadtverwaltung Esteli und einer dortigen Künstlervereinigung.