Kürzungen bedrohen Bahnlinie

Einsparungen Millionen weniger für ÖPNV geplant

Die Einsparungen und Kürzungen im sächsischen Landeshaushalt drohen künftig nicht ohne Konsequenzen für den Öffentlichen Personen-Nah-Verkehr (ÖPNV) in Freiberg und weiterer Umgebung zu bleiben. Würden die im noch nicht beschlossenen Doppelhaushalt 2013/2014 geplanten Kürzungen umgesetzt, müsste dies für die Bahnstrecke Freiberg-Holzhau das Ende bedeuten. So zumindest liest sich die Empfehlung des zuständigen sächsischen Wirtschaftsministers Sven Morlok (CDU), der vorschlägt, Strecken, die im Landesverkehrsplan 2025 als unrentabel dargestellt werden, stillzulegen. Für die Bahnlinie Freiberg-Lichtenberg-Clausnitz-Rechenberg-Bienenmühle-Holzhau träfe das dann zu. Eva Jähnigen, Landtagsabgeordnete der Grünen, reagierte darauf empört. "Es ist ein Unding, wenn Minister Morlok den Verkehrsverbunden einzelne Bahnstrecken zur Stilllegung empfiehlt", sagt sie. Gemeinsam mit ihrer Fraktion brachte sie einen Antrag ein, der die Landesregierung auffordert, die Kürzungen zurückzunehmen, um den Schaden von den Einwohnern der Ortschaften und für die Tourismusindustrie abzuwenden. "Der Antrag wurde rundweg abgelehnt", berichtet Jähnigen. "Die Regierung sagt, dass eine Umstellung auf Busverkehr ausreicht. Das ist realitätsfern." Am Montag will sich Eva Jähnigen bei einer Fahrt im Zug nach Holzhau im Gespräch ein Bild von der Situation machen. Die Auseinandersetzung sei noch nicht beendet. "Bei den kommenden Haushaltsberatungen werden wir sogar den Antrag stellen, die Mittel zu erhöhen", kündigt Jähnigen an.