Kultur, Tradition, Stimmung & Genuss: So plant Freiberg das 38. Bergstadtfest

Freiberg feiert Bewährtes und frohlockt mit frischen Angeboten

Freiberg

Kultur, Tradition, Stimmung & Genuss pur - diesen Mix an Erlebnissen wollen die engagierten Veranstalter zur 38. Auflage des renommierten Volksfestes bieten. Dabei setzten die Akteure auf Bewährtes für alle Altersklassen, bieten aber auch frische Angebote samt neuer Erlebnisorte.

100.000 Besucher erwartet

"Wir erwarten zum Bergstadtfest insgesamt wieder über 100.000 Besucher, die sich auf ein fulminantes Geschehen freuen dürfen", zeigt sich Freibergs amtierender Oberbürgermeister Martin Seltmann erwartungsfroh. "Mit dem Mix aus lokalen Bands und bekannten Acts, traditioneller Bergparade, abenteuerlichen Rummelattraktionen, liebevoll gestaltetem Familienprogramm und verkaufsoffenem Sonntag laden wir Freiberger und Gäste aus der Region ein, mit uns entspannt zu feiern und vier wunderschöne Tage in der Silberstadt zu genießen. Gleichzeitig soll das Fest unsere Wirtschaft, den Tourismus, die Gastronomie und den Innenstadthandel stärken."

Vielfältiges Programm

Vom 26. bis 29. Juni werden rund 100 Programmpunkte auf insgesamt zehn Bühnen und Erlebniswelten stattfinden, die für Stimmung sorgen und den vielgestaltigen Geschmack der Ausflugshungrigen treffen werden. Vier Radiosender rocken die Bühnen mit 90er Party bis Rockabilly- und Boogie-Woogie-Abend. Zum Abschluss steigt ein Höhenfeuerwerk über der Stadt, welches gespannt erwartet wird. Versprechen doch die Feuerwerker, silberne Regenwolken über der Reichen Zeche zu zaubern.

Straffe Sicherheitsmaßnahmen

Den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, der angestrengten Personalsituation und landesweit knapper kommunaler Kassen geschuldet sowie unter dem Eindruck zurückliegender dramatischer Zwischenfälle im Stadtleben einiger Kommunen im Bundesgebiet haben die Stadtverantwortlichen das Raumkonzept überarbeitet und straffe Sicherheitsmaßnahmen vorbereitet. So wird es in diesem Jahr kein Bierdorf am Untermarkt geben. .

Genussmeile mit Weindorf

Dafür erhält die Genussmeile auf der Burgstraße eine eigene Bühne und das Weindorf wird mit einem gemütlichen Weingarten am Schloßplatz erweitert und und lädt zum Tanzen, Freunde treffen und zum Probieren der edlen Tropfen ein. Winzer und Weinhändler reisen mit großer Auswahl an. Für Weinfest-Stimmung sorgt ein Mix aus Tanzshows, Evergreens, Schlager, Pop, Rock- und erzgebirgischer Volksmusik.

Bergstadtexpress

Als eine der größten Attraktionen zum Bergstadtfest zählt der Bergstadtexpress zwischen Freiberg und Brand-Erbisdorf. "Zum 38. Freiberger Bergstadtfest kommen Dieselloks mit Personenwagen zum Einsatz. Die Sonderzüge werden vom 27. bis 29. Juni wie gewohnt im Stundentakt zwischen Brand-Erbisdorf und Freiberg verkehren - am Freitag und Samstag sogar bis spät in die Nacht! Und am Sonntag wird es um 19 Uhr eine zusätzliche Fahrt nach Brand-Erbisdorf geben, um auch den letzten Bergstadtfest-Besuchern eine Rückfahrt zu ermöglichen", so Steve Ittershagen von der Interessengemeinschaft.

Verbindung in alle Richtungen

Dank der Unterstützung des Verkehrsverbundes Mittelsachsen und vieler Helfer wird am Samstag und Sonntag auch die Stadt Großschirma bahnseitig an das Bergstadtfest angebunden. "In Regie des Fördervereins Zellwaldbahn fährt ein moderner Triebwagen der City-Bahn Chemnitz im Zweistundentakt bis Großvoigtsberg und bindet damit das Umland zum Bergstadtfest ein", freut sich Mario Elsner, Vorsitzender des Fördervereins. Neben den Bergstadttarifen werden das Deutschlandticket, das Kulturhauptstadtticket sowie gültige Dauerkarten des VMS Verkehrsverbund Mittelsachsen anerkannt. Nur ein kleiner Sonderzugzuschlag von 2 Euro pro Person und Fahrt ist zu entrichten.

Aktion auf der BLICK-Bühne

Tanzinitiativen der Silberstadt werden auf der Blick-Aktionsbühne ihre Lebensfreude zeigen. Vier Formationen wollen mit ihren Darbietungen auf der Hauptbühne Obermarkt ihr Publikum begeistern. Damit rückt der Beitrag des Anzeigenblattes erstmals ins Zentrum des Bühnengeschehens.

Zumba-Programm

Schwungvoll werden sich vier Frauen unter dem Motto Let's Zumba! zeigen. Juliette, Kathrin, Corina und Ines agieren als Trainerinnen und laden Zuschauer ein, mit ihnen gemeinsam den Rhythmus aufzunehmen. "Wir werden einen Eindruck von unserer Leidenschaft geben", so Juliette Göbel, der Chefin des Projekts Zumba Ladies United. Der lateinamerikanische Rhythmus im Salsa-, Cumbia und Merengue-Sounds ist inspirierend.

Auch Square Dance ist dabei

In amerikanische Klangwelten führt die getanzte Reise der Damen und Herren der Square Dance Formation Silver Miners. "Square Dancer sind Leute, die sehr gesellig sind, gern ihren Geist anstrengen und im Quadrat tanzen", so Chef André Steglich. Jedes Jahr wissen die Damen des Showprojektes DanceSmile um Anja Lempe die Zuschauer zu packen. Die zertifizierte Tanzlehrerin ist Deutsche Meisterin im orientalischen Tanz und gibt ihre Leidenschaft für den Ausdruckstanz an begeisterungsfähige Tänzer weiter.

Sportlich wird's bei Jumping Freiberg

Maria und Sylvio Funke werden eine stetig aufstrebende Freizeitbeschäftigung vorstellen: das Trampolinspringen mit Musik. Jumping Freiberg heißt das schweißtreibende Hobby, bei dem Leute Kondition tanken und zugleich Spaß haben.

Kleine Bergparade der Welterbe-Entdecker

Zum Abschluss ihres Vorschulprojektes ziehen rund 400 Kinder aus allen 21 Kindertageseinrichtungen der Stadt Freiberg am Festfreitag ab 10 Uhr durch die Stadt. Gemeinsam mit dem amtierenden Oberbürgermeister Martin Seltmann singen sie das Steigerlied. Begleitet werden sie von Vertretern der Historischen Freiberger Berg- und Hüttenknappschaft und dem Bergmusikkorps Saxonia.

11 Projekte für Kinder

Die Silberstadt hat 2025 ihr viertes Vorschul-Paket mit elf Projekten aufgelegt. So konnten sich die Knirpse altersgerecht mit dem Welterbegedanken vertraut machen. Für die Fünf- bis Sechsjährigen erwies sich das kostenfreie Angebot der Stadt als nachhaltiges Format, das Welterbe zu erleben.

Traditionelle Bergparade

Zur großen traditionellen Berg- und Hüttenparade am Sonntagvormittag marschieren nach dem Berggottesdienst im Dom St. Marien ab 10.45 Uhr insgesamt rund 750 Teilnehmer in bergmännischen Uniformen majestätisch durch die mittelalterliche Altstadt.

Fünf Kapellen sind dabei

Sie kommen aus Sachsen und dem tschechischen Teil der Welterbe Montanregion Erzgebirge/Krušnohorí sowie den drei angrenzenden Bundesländern Sachsen-Anhalt, Thüringen und Brandenburg. Darunter fünf Kapellen mit 160 Musikern. Außerdem wird ein Block aus Fördermitgliedern der Historischen Freiberger Berg- und Hüttenknappschaft mitmarschieren.

Neue Route

Eine neue Route führt vom Dom über die Kirchgasse zum Schloßplatz. Von da aus geht es weiter über Wallstraße, Kreuzung Bebelplatz, Schillerstraße, Erbische Straße, Obermarkt, Waisenhausstraße, Petriplatz, Petersstraße und zurück zum Obermarkt zur Bergmännischen Aufwartung um etwa 11.30 Uhr.

Blasmusik auf der Hauptbühne

Gleich im Anschluss unterhält das Musikkorps der Stadt Olbernhau ab 12.30 Uhr mit Blasmusik auf der Hauptbühne. Dazu haben sich Überraschungsgäste angemeldet. Die berg- und hüttenmännischen Beamten werden erstmals einen schmucken farbigen Gürtel tragen. Über 30 derartige Accessoires konnten angeschafft werden.

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