Kultusministerin im Jugendtechnikhaus

Besuch Begeisterung für Technik wecken

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Deutliche Worte im freundlichen Gespräch: Nils Tiebel, Silke Tiebel, Brunhild Kurth und Steve Johannes Ittershagen (v.l.) im Jugendtechnikhaus. Foto: Wieland Josch

Freiberg . Für Nils Tiebel, Chef des Freiberger Jugendtechnikhauses in der Dammstraße war es eine seltene Gelegenheit, mit seinem durchaus wichtigen Anliegen einmal an die richtige Adresse zu kommen, denn auf Einladung des Landtagsabgeordneten Steve Johannes Ittershagen besuchte am Freitag, den 9. Dezember 2016 die Sächsische Staatsministerin für Kultus Brunhild Kurth die Silberstadt und dort das Jugendtechnikhaus. Ganz ohne öffentliche Förderung gelingt es Nils Tiebel und seiner Frau Silke hier, Kinder ab der 5. Klasse nicht nur für Technik zu begeistern, sondern ihnen auch beizubringen, was sie als Rüstzeug auf einem später möglichen beruflichen Lebensweg brauchen, wozu neben handwerklichen Fertigkeiten auch Durchhaltevermögen, Konsequenz und Miteinander gehören. Lediglich mit Unterstützung von inzwischen 15 Unternehmen ist aus dem Konzept Jugendtechnikhaus ein Erfolgsmodell geworden, welches sich über die Grenzen Freibergs hinaus verbreiten sollte, wenn es nach Nils Tiebel geht. "Es ist die Lösung für außerschulische MINT-Pädagogik", sagte er zu Ministerin Kurth. "Kann so etwas denn nicht zu einem Pilotprojekt werden?" Unterstützung fand er in seinem Anliegen auch bei Martina Kilian, Leiterin der Oberschule Brand-Erbisdorf, die Tiebel am liebsten an ihre Bildungseinrichtung holen würde. Der sieht seinen Weg jedoch weiterhin nicht an einer Schule, möchte das Jugendtechnikhaus nach gut vier Jahren weiter entwickeln. Zusagen hatte die Ministerin nicht im Koffer dabei, zeigte sich aber von dem, was sie sehen und hören konnte sehr beeindruckt und betonte, dass sie sie die Idee, die hier gelebt werde, mitnehme. "Was Sie hier machen ist Gold wert", meinte Kurth vor allem mit Blick auf die Nachwuchssorgen der Unternehmen. "Wir brauchen mehr solche Leute für Sachsen."