Kunst zwischen mattem Seidenpapier

Stiftung Neues Domizil für Hunderte Kunstwerke in Frankenberg eingerichtet

Frankenberg. Bis ins Jahr 2008 waren die Bestände der zwei Jahre zuvor gegründeten Leo-Lessig-Kunststiftung auf Schloss Sachsenburg untergebracht. Baurechtliche Bestimmungen schoben Ausstellungen und sogar der Lagerung dann einen Riegel vor. Doch während das Schloss weiterhin der Sanierung harrt, wurde für die Stiftung eine Lösung gefunden: Im Frankenberger Veranstaltungs- und Kulturforum "Stadtpark" fand sie ein neues Domizil mit neu geschaffenem Depot und repräsentativen Räumlichkeiten für künftige Ausstellungen. Und einem kleinen Büro für Dana Brode. "Die Stiftung umfasst gegenwärtig 943 Kunstwerke. Den größten Teil stellt die Druckgrafik-Sammlung mit 485 Arbeiten namhafter Künstler dar, so unter anderem von Bernhard Heisig, Lea Grundig, Käthe Kollwitz und Wolfgang Mattheuer. 46 Plastiken verschiedener Künstler gehören ebenso dazu wie 252 Mischtechniken, 90 Ölgemälde und 20 Aquarelle von Leo Lessig selbst. Die Zwickauer Künstlerin Elisabeth Decker bereicherte die Stiftung 2008 mit 50 Werken, bestehend aus Mischtechniken und Grafiken", erklärt die Fachgebietsleiterin Museen bei der Frankenberger Stadtverwaltung. Diese Schätze können nun sicher aufbewahrt werden. So ruhen die Drucke sauber und trocken zwischen Seidenpapier in den Schubladen. Und harren darauf, bei dieser oder jener Ausstellung gezeigt zu werden. Das ist versprochen.