Kunsthandwerk startet in die Saison

Holzkunst Zwischen Tradition und Trend: Handwerk sucht Mittelweg

kunsthandwerk-startet-in-die-saison
Leuchterstelen mit Miniaturen aus der Werkstatt von Wolfgang Braun, Deutschneudorf. Foto: Kristian Hahn/Fotoatelier Herrmann Schmidt

Flöha. Frisch von den Herbstmessen hat der Verband Erzgebirgischer Kunsthandwerker und Spielzeughersteller die aktuellsten Trends und Geschenktipps aus dem Erzgebirge zusammengetragen. Auch Schneemänner und Räuchermänner haben Spaß beim Ski und Aprés-Ski - ob vor der Hütte, beim Snowboarden oder am Lagerfeuer. Die perfekte Geschenkidee für alle, die immer steil auf der Piste unterwegs sind. Dazu gehören beispielsweise die City Kids aus der Drechslerei Wagner in Riechberg.

Ein besonderer Landstrich

Einst brachten die Schätze unter der Erde - Silber, Zinn und Kobalt - der Region Wohlstand und Ansehen. Heute machen die reichen Traditionen, die mit dem Bergbau aufs Engste verbunden sind, das Erzgebirge zu einem ganz besonderen Landstrich.

Auch die einzigartige Holzkunst ist untrennbar mit dem Bergbau verbunden, was sich in vielen bergmännischen Figuren widerspiegelt: vom hölzernen Erzgebirgsbotschafter Picus, der in diesem Jahr als Obersteiger erscheint, über Nussknacker in Bergmannstracht bis hin zu Figuren von historischer Detailtreue und dem großen Bergmann von Wendt und Kühn, den die Grünhainichener Traditionsmanufaktur in diesem Jahr als Rarität auflegt.

Weltweiter Deko-Trend

Der Begleiter des Bergmanns ist seit jeher der Engel. In der erzgebirgischen Tradition verkörpert er die liebende Frau, die den Bergmann bei seiner Heimkehr aus dem dunklen Stollen mit einem hellen Licht empfängt. Auch Miniaturen haben im Erzgebirge eine große Tradition. Was einst aus der Not heraus geboren wurde, ist heute ein weltweiter Deko-Trend. Klein aber fein heißt die Devise, die oft nur wenige Zentimeter großen Figuren begehrte Sammlerobjekte.