Kunstsommer zwischen Formen, Fantasie und einem echten Bullen

Freiberger Kunstverein lädt zu drei außergewöhnlichen Begegnungen ein

Freiberg

Freiberg. Wer in den Ferien Lust auf überraschende Perspektiven, internationale Begegnungen und Kunst in ganz unterschiedlichen Materialien hat, wird beim Freiberger Kunstverein fündig. An drei Orten entfaltet sich im August ein abwechslungsreiches Programm, das von geometrischen Experimenten über die geheimnisvolle „Belladonna“ bis zu einem ungewöhnlichen Symposium auf dem Land reicht.

Schönheit mit einer dunklen Seite

Den nächsten Höhepunkt bildet die Vernissage zur Ausstellung „Belladonna“ am Donnerstag, 6. August, um 18 Uhr in der Filiale der Deutschen Bank am Platz der Oktoberopfer 5. Heide und Mario Fennert sowie Martin Becher bringen damit eine Schau nach Freiberg, die zuvor bereits in Italien zu sehen war.

Der Titel spielt mit Gegensätzen. Im Mittelpunkt steht die faszinierende Doppeldeutigkeit des Begriffs Belladonna, der Schönheit und Gefahr miteinander verbindet. Stahlblumen, Kolibris, Schlangen und großformatige Aquarelle schaffen dabei ein spannungsvolles Wechselspiel zwischen Traum und Wirklichkeit.

Wenn der Kreis auf das Quadrat trifft

Bereits im Kornhaus lädt die Gemeinschaftsausstellung „Kreis im Quadrat“ dazu ein, vertraute Formen neu zu betrachten. Die Mitglieder des Kunstvereins haben sich einer klaren geometrischen Vorgabe gestellt und daraus sehr persönliche Werke entwickelt.

Zu entdecken sind Keramik, Fotografie, Malerei und Collagen. Gerade die Verbindung der beiden Grundformen eröffnet dabei reizvolle Gegensätze. Der Kreis vermittelt Bewegung und Ganzheit, während das Quadrat Halt, Ordnung und Begrenzung symbolisiert. Für Heide Fennert zeigt sich darin, wie Freiheit und Sicherheit künstlerisch miteinander verbunden werden können.

Kreative Tage im Atelier FennART

Vom 18. bis 22. August richtet sich der Blick schließlich nach Linda. Im Atelier FennART arbeiten Künstler aus Deutschland, Frankreich und der Ukraine unter dem augenzwinkernden Motto „Auf den Stier gekommen“.

Inspiriert von der ländlichen Umgebung steht ihnen sogar ein lebender Bulle als Modell zur Verfügung. Zum offenen Atelier mit Abschlussausstellung am Samstag, 22. August, ab 14 Uhr sind Interessierte herzlich willkommen. Bei einer Mitbringparty kann der Kunsttag anschließend in geselliger Runde ausklingen.

Habt ihr eine Meinung zu diesem Artikel oder einen Fehler entdeckt? Dann weist uns gern darauf hin.

Auch interessant für dich