Kur für alte Figuren

Schnitzkunst Geschichte des Figurenspiels

Der Text der dritten Strophe des Figurenspiel-Lieds von Hohenfichte geht so: "Dr Fröhlich Herb, dr Werzner Diet, dr Schubert Heinz, die drei, un freilich oh dr Hahn Gerhard, die warn glei mit dorbei..." Sie macht auf vier der Männer aufmerksam, die entscheidend zum Entstehen des Figurenspiels in Hohenfichte beitrugen.

Im Jahr 2007, als das 23-strophige Lied im Carnevalsvereins entstand, wurden sie mit eine Gedenktafel am Figurenspiel gewürdigt. Die Pyramide hatte sich bereits im Jahr 1988 zum ersten Mal gedreht. Das Figurenspiel läuft damit in diesem Jahr bereits zum 28. Mal. Und wer genau hinschaut wird vielleicht entdecken, dass die Figuren einer gründliche Kur unterzogen wurde. Und das übernahm natürlich Lothar Fröhlich, der Sohn Herbert Fröhlichs, der die Figuren geschnitzt hat. Er beendete sein Werk übrigens erst 1992. Lothar Fröhlich hat sorgsam manche alte Farbschicht entfernt und den Figuren neuen Glanz verliehen.

Die fanden dann ein vorläufiges Domizil im Rathaus, wo inzwischen Dirk Fröhlich Bürgermeister ist, der Enkel vom Fröhlich Herb. Wer hätte das 1988 voraussagen können. Der Schnitzer übrigens soll im Figurenspiel an der Kreissäge stehen. So wie auch andere Figuren eine Bedeutung haben, wobei manche womöglich auch später erst hineingeheimst wurde. Dirk Fröhlich freilich kann in der Figur auch Züge des Vaters entdecken.

Wie auch immer - nicht jedes Geheimnis muss man aufdecken.

Fest steht, das Figurenspiel wird am Sonntag 14.45 Uhr unter den Klängen des Posaunenchors Augustusburg/Hohenfichte angeschoben. Dann steigt das traditionelle Fest mit Stollen vom Rhiza-Bäcker, Glühwein und Gegrilltem, Pferdekutschfahrten und Ponyreiten für die Kinder, die sich natürlich auch auf den Besuch des Weihnachtsmannes freuen dürfen.