Lüfterlärm, Deiche und ein Funkturm

Stadtrat Bürgerinitiativen machten gleich an mehreren Fronten mobil

Frankenberg. 

Fast die komplette "Rumpf"-Stadtratssitzung wurde von den Bürgerinitiativen bestritten. Bernd Kurtzke legte in Bild und Ton die Lärmbelästigungen, die von einem Lüfter der Firma Swap ausgehen, dar. An eine Fertigstellung der avisierten Umhausung noch im Dezember glaube er nicht. Die BI fordert, dass ein unabhängiger Gutachter prüft, ob die Werte eingehalten werden oder nicht. Steven Kempe sprach für die Bürger, die sich gegen einen Rückbau des Deiches zwischen Frankenberg und Sachsenburg wehren. Er bat die Stadträte, den Antrag der Opposition anzunehmen und forderte Bürgermeister Thomas Firmenich zu klaren Aussagen auf. Rainer Lenz forderte eine absolute Offenheit vor irgendwelchen Entscheidungen. Der Bürgermeister versprach, dass es zu dieser Thematik eine öffentliche Veranstaltung gebe. Schließlich tat Rico Bretschneider die Meinung der BI Funkturm kund. Er sprach von Verschleierung, mangelnder Transparenz und fehlendem Vertrauen sowohl gegenüber dem Bürgermeister wie der CDU-Fraktion. Aber auch das Vertrauen zur Landesregierung sei mit Bau des Funkturms dahin. "In dieser kleinen Stadt gibt es vier Bürgerinitiativen, und alle reden von Vertrauensbruch", gab Bretschneider zu bedenken. Wie sehr den Bürgern die Probleme auf den Nägeln brennen, zeigte nicht nur die große Zahl von knapp 200 Gästen, sondern auch die Tatsache, dass viele nach der Sitzung noch in Gruppen weiter diskutierten.