Lösung für Ruine ist noch offen

Wiederbelebung Für das "Stadt Chemnitz" gibt es bislang keine Nutzungspläne

Für das ehemalige und bereits seit mehreren Jahren am Technikumplatz Mittweida leerstehende Gebäudeensemble "Stadt Chemnitz", das im April 2011 vom Großhändler Peter Simmel für 8.500 Euro ersteigert wurde, gibt es bislang noch immer keine Lösung. Zwar hatte der neue Eigentümer damals angekündigt, gleich mehrere Varianten für eine Nachnutzung vorzulegen. Allerdings ist er bislang nicht mit konkreten Ideen an die Öffentlichkeit getreten. Auch auf Nachfrage hält sich Simmel bedeckt. Gegenüber BLICK erklärte er nur, dass keine seiner Varianten umgesetzt werden könnten, weil die Stadt andere Pläne hat. "Wir sind aber im Gespräch und nähern uns an", verriet Simmel. Laut dem Mittweidaer Oberbürgermeister Matthias Damm wird derzeit geprüft, welche Finanzierungsmöglichkeiten aus städtebaulicher Sicht für das Gebäude infrage kommen, damit es künftig wieder sinnvoll genutzt werden kann. "Seitens des Freistaates haben wir bislang noch kein Signal für den Einsatz von Fördermittel erhalten", sagt Damm, der im Juni Sachsens Innen- und Finanzminister Markus Ulbig und Georg Unland durch die Ruine führte. Gegenüber BLICK erklärte Damm, dass gegenwärtig über die Möglichkeit nachgedacht werde, unter anderem die Hochschulbibliothek im "Stadt Chemnitz" einzuquartieren. Für die Hochschule besteht ohnehin mit dem zukünftigen Umzug der Fakultät Soziale Arbeit von Roßwein nach Mittweida eine Notwendigkeit, die Hochschulbibliothek zu erweitern. "Wir können aber momentan noch keine Aussage dazu treffen, welchen Umfang der Bedarf haben wird und welcher Standort dafür infrage kommt", erklärte die Hochschulkanzlerin Sylvia Bäßler. Simmel selbst steht bislang nicht mit der Hochschule in Kontakt, kündigte aber an, weitere Aussagen zu treffen, sofern ein finanzierbares Konzept für die Immobilie stehen sollte.