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Landkreis übernimmt Breitband-Ausbau

Internet "Weiße Flecken" im Gemeindegebiet Kriebsteins sollen bald verschwunden sein

Kriebstein/Mittelsachsen. 

Kriebstein/Mittelsachsen. Künftig soll der Landkreis Mittelsachsen das Koordinieren und die Ausführung des Breitband-Ausbaus übernehmen. Das beschlossen die Mitglieder des Gemeinderates von Kriebstein während ihrer jüngsten Sitzung einstimmig. Nachdem die Gemeinde das Markterkundungs-Verfahren beauftragt und inzwischen abgeschlossen hat, wurde ermittelt, dass es im Gemeindegebiet noch sogenannte "weiße Flecken" gibt, das heißt, dass in zahlreichen Gebieten lediglich eine Daten-Übertragungsgeschwindigkeit kleiner 30 Megabit pro Sekunde anliegt.

Kostensteigerungen werden nicht übernommen

"Dies hat zur Folge, dass die Gemeinde Kriebstein etwa 800.000 Euro investieren müsste, um die angenommenen 112 Teilnehmer anzuschließen", sagte Kriebsteins Bürgermeisterin zu dieser Problematik. Der Eigenanteil von Kriebstein liegt hier bei 80.000 Euro. Dieser soll ebenfalls vom Freistaat übernommen werden. So weit, so gut zu dieser Variante. Schriftliche Sicherheiten dazu gibt es allerdings so gut wie keine. Weiterhin werden bei Kostensteigerungen keine Mittel übernommen. Darauf bleiben die Kommunen sitzen. Außerdem sind hohe finanzielle Aufwendungen für anwaltlichen Rechtsbeistand zu erwarten, der beim Abwickeln und Erschließen aber dringend empfohlen wird.

"Weiße Flecken" beseitigen

Da der Landkreis Mittelsachsen nun aber doch eine Koordinierung der Breitband-Erschließung anbietet, dafür mit Mattias Borm extra einen Koordinator einsetzt, hat sich die Gemeinde Kriebstein entschlossen, dem Landkreis den weiteren Breitband-Ausbau zu übertragen. Dafür hat der Bund die Hilfsmittel für die Kommunen auf vier Milliarden Euro aufgestockt, um baldmöglichst die sogenannten "weißen Flecken" mit Daten-Übertragungsgeschwindigkeiten von unter 30 Megabit zu tilgen. Der Landkreis favorisiert dabei das Wirtschaftlichkeitslückenmodell, bei dem ein Telekommunikations-Unternehmen das Netz ausbaut und dafür Fördergelder erhält.

Noch unklar sei, so die Bürgermeisterin, welchem sogenannten Cluster - einem bestimmten Gebietsverbund - sich Kriebstein anschließe. Denkbar seien hier beispielsweise Rossau oder Altmittweida. Die Cluster-Bildung mit Waldheim wäre aber auch eine Variante, da Kriebstein die Telefon-Vorwahl von Waldheim besitzt. Die Stadt Mittweida und auch die Gemeinde Erlau prüfen momentan noch, welchen Weg sie gehen, da sie im Erschließungs-Prozess bereits weiter fortgeschritten seien als Kriebstein.



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