Landkreis Mittweida Krankenhaus bleibt eigenständig

Gesundheitsversorgung Gespräche über Krankenhaus gescheitert

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Das Krankenhaus in Mittweida bleibt eigenständig und damit der Landkreis alleiniger Gesellschafter der LMK. Foto: Ulli Schubert

Mittweida. Die Zukunft des Landkreis Mittweida Krankenhauses (LMK) bleibt ungewiss, auch wenn das in einer Pressemitteilung des Landratsamtes Mittelsachsen vom Mittwoch anders formuliert wird. Dort heißt es, dass die LMK auch künftig eigenständig und der Landkreis Mittelsachsen alleiniger Gesellschafter des Unternehmens bleibt.

In den vergangenen Wochen hatte der Landkreis auf Grundlage eines Kreistagsbeschlusses mit der Sana Kliniken AG über eine Einbringung der LMK in die Vereinigte Gesundheitseinrichtungen Mittelsachsen (VGE) verhandelt, um damit eine wirtschaftliche Stabilisierung der LMK zu erreichen. Zur VGE, an der die Sana Kliniken AG mit 26 Prozent beteiligt ist, gehört unter anderem das Kreiskrankenhaus Freiberg. Die Gespräche mit der Sana Kliniken AG scheiterten.

"Weil wir nicht garantieren können, dass es ein Lohnniveau in der LMK ähnlich wie in der VGE geben wird", erklärt Landrat Matthias Damm. Die Beschäftigten der LMK, die nach öffentlichem Tarif bezahlt werden, lehnten eine absehbare Absenkung ihrer Gehälter auf das Lohnniveau bei der VGE ab. Aktuell seien seitens des Kommunalen Arbeitgeberverbandes und der LMK mit den Gewerkschaften erste Sondierungen über einen Notlagentarifvertrag in Planung.

Es warten große Aufgaben und auch Probleme auf die Gesellschaft

Ein Notlagentarifvertrag bedeutet, dass zunächst vorübergehend das Niveau gesenkt wird. Über den Sachstand wurden die Mitarbeiter in einer Belegschaftsversammlung informiert. "Wir werden es eigenständig schaffen, die LMK und damit das medizinische Angebot dauerhaft zu sichern", so Landrat Damm weiter. Es bestehe nun die Aufgabe, die zukünftige Entwicklung der Gesellschaft selbst in die Hand zu nehmen und weiterhin das Ziel, das Leistungsspektrum auszubauen.

"Auch wenn die Gespräche ein anderes Ergebnis erzielten, so gab es Impulse für die Gesellschaft", erklärt der Landrat. Festgehalten werde weiterhin an einer ambulanten Versorgung im Bereich Rochlitz. Matthias Damm: "Deutlich wurde in der Belegschaftsversammlung, dass die Mitarbeiter den eingeschlagenen Kurs mittragen." Abschließend betonte der Landrat, dass der Kreis zu seiner Gesellschaft steht und wie in den vergangenen Jahren weiterhin an einer Sicherung des Unternehmens und gleichzeitig an dessen Weiterentwicklung arbeiten wird.