Langfristiges Denken ist gefragt

Wirtschaft Jahresempfang der IHK Mittelsachsen

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Thomas Kolbe, Präsident der Industrie- und Handelskammer Chemnitz, Regionalkammer Mittelsachsen. Foto: Wieland Josch

Freiberg. So manch positive Entwicklung konnte Thomas Kolbe, Präsident der Industrie- und Handelskammer Chemnitz, Regionalkammer Mittelsachsen, beim Jahresempfang am Mittwoch in der Freiberger Nikolaikirche erwähnen. Besonders erfreulich, so merkte er an, sei die Situation auf dem Arbeitsmarkt.

So viele Menschen wie seit Jahrzehnten nicht seien in Lohn und Brot, was man vor einigen Jahren kaum für möglich gehalten habe. Auch habe sich die Regionalkammer der IHK zunehmend zu einer wichtigen Institution im Landkreis entwickelt. "Doch darf man das nicht als selbstverständlich ansehen", so Kolbe zu den versammelten Repräsentanten aus Politik und Wirtschaft.

"Wir sind Stimmenverstärker, Know-How-Träger und Netzwerker. " Besonders auf letzterem Gebiet müsse weiterhin viel getan werden. Das sei umso wichtiger angesichts der Tatsache, dass man ein Landkreis des Mittelstandes ist. 90 Prozent aller Unternehmen in Mittelsachsen hätten nicht mehr als zehn Mitarbeiter, nur 45 Firmen beschäftigen mehr als 200.

"Es fehlen uns die Leuchttürme", so Kolbe. Die vorhandenen Vorteile gelte es aber zu nutzen. Etwa die sehr gute Lage zwischen den drei sächsischen Metropolen Chemnitz, Dresden und Leipzig. Auch mahnte er ein langfristiges Denken an, besonders bei dem Problem der Unternehmensnachfolge.

Weitere Sorgenkinder sind der nach wie vor hohe Fachkräftemangel, aber auch die schwierige Infrastruktur, Stichwort Breitbandausbau. Ein reger Gedankenaustausch untereinander, auch unterschiedlicher Branchen, sei notwendig, um den Herausforderungen zu begegnen. Dafür sei die IHK der ideale Mittler.