Lehrjahre für die Deutschen

Weltmeisterschaft Das Ende der Saison ist der Neuanfang für ein Quintett

Die letzten beiden Jahre waren für den deutschen Motorrennsport seit langer, langer Zeit die fettesten Jahre, die der Rennsport-Historiker überhaupt notieren konnte, denn mit Stefan Bradl, dem Zahlinger und mit dem Berkheimer Sandro Cortese brachten zwei junge Burschen das Meisterstück fertig, sich den Weltmeistertitel zu holen. Nachdem das geschafft worden war, stiegen sie in die nächst höhere Kategorie auf. Stefan geht aus der Moto2 in die Königsklasse und Sandro wechselt in die Moto2.

Für Bradl ging das erste Jahr optimal zu Ende. Dort sind sich alle sicher, der Junge kann positiv in die Zukunft blicken. Und die liegt in Podiumsnähe, denn dort muss er sich ansiedeln, will er die weiteren Jahre in der hohen Klasse gut überstehen. Yamaha und Honda scheinen übermächtig und haben mit Lorenzo und Rossi sowie mit Pedrosa und Marquez zwei gewaltige Duos an der Spitze. Aber dieses Quartett macht auch Fehler und die sollte Bradl schonungslos ausnutzen, um sein Ziel zu erreichen - mehrmals auf dem Podium einen Platz sicher zu haben.

Sandro Cortese hingegen muss sich in der neuen Klasse mit seinem Neueinsteigerteam erst einmal festsetzen. Und wer hier Wunderdinge erwartet, lässt die Kirche nicht im Dorf stehen. Top-10-Plätze könnten das große Ziel sein. Übrigens ist es sein erstes Jahr - sein Lehrjahr.

Bei den "Kleinen" ist der Schwindegger Jonas Folger als Siegfahrer im Mapfre-Aspar-Team eine feste Bank. Auch kann er ein Wörtchen um die WM-Krone mitreden. Lehrzeit gibt es für das Trio Toni Finsterbusch und Florian Alt im Kiefer Team sowie für Philipp Öttl mit TT Motion Events.

Talent haben sie und Spaß werden sie bekommen, dessen sind wir uns gewiss.