Leipziger Künstler Matthias Garff präsentiert Tierskulpturen

Ausstellung "Konferenz der Tiere" im Schloss Rochsburg

Rochsburg . Mit einer Sonderausstellung startet das Schloss Rochsburg in die neue Saison. Und es wird dabei tierisch, denn der Leipziger Künstler Matthias Garff präsentiert seine Tiersammlung. Diese fertigt er aus gefundenen Materialien wie Schuhen, Autoreifen, Regentonnen, Decken, Metall, Holz und Kronkorken. Diese Fundstücke fügt er zusammen, klebt, nagelt, nietet alles grob in mehreren Schichten zusammen. So entstehen seine tierischen Kunstwerke in verschiedenen Größen.

Dabei legt der 33-Jährige keinen Wert auf eine realistische Abbildung der jeweiligen Tiere, die sich nun zu einer Konferenz im Schloss versammeln. Gezeigt werden sechs überlebensgroße Vögel: Buntspecht, Elster, Rotkehlchen, Kanarienvogel, Papagei und Blaumeise. Dazu gesellen sich zwei lebensgroße Gorilla und Pavian, ein mannshoher Frosch sowie ein überlebensgroßer Kater.

Des Weiteren werden acht große Insektenköpfe sowie drei Insektenkästen mit über 50 winzigen Tieren gezeigt. Aufgrund ihrer Größe und Haltung nehmen die von ihm geschaffenen Tierfiguren oft menschliche Züge an und reflektieren das Verhältnis des Menschen zum Tier und zur Natur. Manche seiner Arbeiten erinnern auch an Fabeln, wenn er Figuren zu Gruppen formiert, die sozialen Gefügen ähneln.

Matthias Garff wurde 1986 im schweizerischen Solothurn geboren, lebt und arbeitet in Leipzig. Er studierte an der Hochschule für Bildende Künste Dresden bis 2015. Seine Kunstwerke zeigt er in Sammlungen, auf Messen, Gruppen- sowie Einzelausstellungen national und international.

Die Sonderausstellung wird am 29. Februar um 11 Uhr auf Schloss Rochsburg eröffnet und kann bis zum 19. Juli zu den regulären Öffnungszeiten besichtigt werden.