Letzter Mieter macht Platz für die Sanierung

Projekt Herder-Haus soll zum Stadtarchiv werden

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Foto: vm/Getty Images

Freiberg. Das letzte Hindernis für die Sanierung des sogenannten Herder-Hauses an der Ecke Herder-/Heubnerstraße in Freiberg ist gütlich beseitigt worden.

In dem stark heruntergekommenen Mietshaus, welches die Stadt von der Städtischen Wohnungsgesellschaft erworben hat, war ein letzter Mieter verblieben, der auf die bisherigen Angebote für einen Umzug nicht eingegangen war.

Alle anderen Parteien waren im Lauf der letzten Monate bereits aus dem Gebäude ausgezogen. Nun konnte mit diesem letzten Mieter doch noch eine Regelung gefunden werden, mit der beide Seiten einverstanden sind.

"Somit ist das Haus dann fristgerecht freigeräumt", sagte Oberbürgermeister Sven Krüger. Damit steht der Sanierung und dem Umbau des Herderhauses nichts mehr im Wege. "Wir können noch in diesem Jahr mit ersten vorbereitenden Maßnahmen beginnen", schätzt Krüger.

So geht es weiter mit dem Herder-Haus

Künftig soll hier das Stadtarchiv einziehen. Bei einem anderen Projekt der Stadt verschieben sich die Entscheidungen hingegen. Die Neugestaltung des Stadt- und Bergbaumuseums wird erst im September dem Stadtrat vorgelegt. Bei der entsprechenden Sitzung werden zwei Planungsbüros ihre Konzepte vorstellen. Bei einer Jurysitzung war nur eine knappe Mehrheit für ein Konzept erreicht worden.

"Bei einer so wesentlichen Entscheidung möchte ich aber eine breite Mehrheit versammelt wissen", sagt Sven Krüger. Das Votum der Jury, welches 6 zu 5 ausging, sei ihm zu indifferent gewesen. Er selber präferiere zwar einen der beiden Vorschläge, doch wolle er dem Stadtrat die freie Entscheidung überlassen.