Leute für Historie begeistern

Ehrenamt Gebürtige Hessin erforscht Limbacher Stadtgeschichte

Ursula Ziemert lebt seit zwölf Jahren in Limbach-Oberfrohna. Die gebürtige Hessin war für ihren Mann aus der Nähe von Frankfurt am Main nach Limbach-Oberfrohna gezogen. Über private Kontakte fand sie zum damaligen Heimatverein: "Ich sah es als gute Gelegenheit, Leute kennen zu lernen und mehr über die Stadt zu erfahren", erinnert sie sich. Was sie dabei über die Historie herausfand, gefiel ihr richtig gut: "Ganz besonders hat mich von Anfang an Helena Dorothea von Schönberg fasziniert", so die frühere Friedrichsdorferin. "Das war eine interessante und tolle Frau, die sich für die damalige Zeit bewundernswert in einer Männerwelt behauptet und viel für die heutige Stadt erreicht hat - vielleicht wäre Limbach ohne sie noch immer ein Dorf." Als nächstes recherchierte sie über Johann Esche und seine weitverzweigte Familie - und mittlerweile kann sie kaum noch aufzählen, worüber sie alles in den Jahren Ausarbeitungen aufgestellt hat. "Die Leute staunen manchmal, wenn sie an meiner Aussprache erkennen, dass ich nicht von hier bin - und trotzdem so viel weiß", schmunzelt sie. Als Schriftführerin des Heimat- und mittlerweile Fördervereins des Esche-Museums hatte sie ebenso stets gut zu tun, auch beim Aufbau des heutigen Museums war sie aktiv. Wenn Ehemann Wolfgang in Kürze seine nächste Sonderschau vorbereitet, ist sie selbstverständlich auch involviert. Was motiviert die Seniorin für diese aufwändigen Tätigkeiten, zu denen inzwischen auch Stadtrundgänge und Museumspädagogik gehören? "Die Geschichte der Stadt ist überschaubar, man verzettelt sich nicht. Es macht mir einfach Freude, andere für die Historie dieser Stadt zu begeistern."