Licht aus im Wasserkraftwerk Mittweida

Bildung Schüler erleben aufschlussreichen Blackout-Erlebnistag

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Schüler beim Zubereiten eines Salates. Denn ohne Strom bleibt die Küche kalt. Aber es gibt Alternativen.Foto: Andrea Funke

Mittweida. Was tun, wenn auf einmal kein Strom mehr da ist? Der Fernseher und Laptop sind aus, der Herd funktioniert nicht mehr und es ist überall dunkel. Für die Siebt- und Achtklässler der Friedrich-Gottlob-Keller-Oberschule Hainichen gab es darüber einen außergewöhnlichen Unterrichtstag im Technischen Museum des Wasserkraftwerkes Mittweida.

"Wir bieten unterschiedliche Projekte rund um das Thema Energie an, unter anderem einen Blackout-Erlebnistag. Dabei wollen wir die Schüler für das Thema Strom, die verschiedenen Arten der Erzeugung sowie Energieeinsparung sensibilisieren", erklärt Uwe Zeller, Mitarbeiter bei enviaM. Der Blackout-Erlebnistag begann für die Schüler mit einem Rundgang durch die Wasserkraftanlage. Dabei stand die Bedeutung des Stroms im alltäglichen Leben im Mittelpunkt.

So macht Physikunterricht Spaß

Danach hatten die Schüler Gelegenheit, bei verschiedenen Projekten Erfahrungen zu sammeln. So wurde im Dunkeln der Spür- und Tastsinn gefordert, ausreichend Spaß gab es dann beim Tischtennis unter Schwarzlicht. "Wir sind erstmals bei einem Blackout-Erlebnistag dabei. Es ist eine ganz neue Form des Physikunterrichts, die den Schülern Spaß macht", stellt Physiklehrer René Thoß fest.

Beim Rollenspiel mussten die Schüler verschiedene Situationen eines Stromausfalls spielerisch umsetzen. Das Mittagessen wurde von allen natürlich ohne Strom zubereitet. Es gab vitaminreichen Salat, Sandwiches mit Wurst, Schinken und Salat belegt und als Nachtisch einen leckeren Obstsalat. Gleichfalls konnten sich die Mädchen und Jungen über interessante Ausbildungsberufe bei enviaM informieren. Seit dem Projektstart im November 2015 nahmen mehr als 680 Schüler an den enviaM Blackout-Erlebnistagen teil.