Lichtenau: Feuerwehr rettet Kühe vor dem Verdursten

Landwirtschaft Trockenheit bremst Wasserzufuhr in Ottendorfer Milchviehanlage aus

Lichtenau/OT Ottendorf. 

Lichtenau/OT Ottendorf. Über Jahrzehnte hinweg wurden viele kleine und große Rinder in der Milchviehanlage der Landwirtschaftsgenossenschaft Ottendorf/Krumbach e.G. über die Gänge eines alten Kalkbergwerkes mit Wasser versorgt. Doch am Himmelfahrtstag 2020 versiegte diese Zufuhr plötzlich. Das hatte es bisher noch nicht gegeben.

Mit einem Wasserwagen wurde die Notversorgung der Tiere zunächst sichergestellt, diese war jedoch nicht ausreichend. "Eine ausgewachsene Milchkuh benötigt pro Tag etwa 100 Liter Wasser, denn die leistungsstärksten Tiere geben täglich über 60 Liter Milch", erklärt Jens Müller, der Vorstandsvorsitzende der Landwirtschaftsgenossenschaft. Auch für das Melkkarussell und andere Arbeiten in der Anlage ist Wasser ein essenzieller Bestandteil und damit unverzichtbar in den täglichen Arbeitsabläufen.

Ein Hydrant als Rettung

Schlüssel für die Rettung aus dieser akuten Notlage war ein in der Umgebung der Anlage befindlicher Oberflurhydrant. Durch die schnelle Bereitstellung von zirka 800 Metern Feuerwehrschlauch (C-Rohr) der Berufsfeuerwehr Chemnitz konnte der Wassermangel vorerst behoben werden. Die gut 700 Tiere können so weiterhin mit einer ausreichenden Menge an Wasser versorgt werden. An einer längerfristigen Lösung wird nun gearbeitet.

"Wir möchten uns für die schnelle und unkomplizierte Hilfe der Berufsfeuerwehr herzlich bedanken", sagt Jens Müller im Namen der Genossenschaft und des Vorstands.