• Corona-News
  • Sachsen
  • Chemnitz
  • Erzgebirge
  • Mittelsachsen
  • Vogtland
  • Westsachsen

Limbach will Tag der Sachsen

Entscheidung Stadträte stimmen für eine Bewerbung für 2016

Limbach-Oberfrohna will sich für den Tag der Sachsen 2016 bewerben. Mit großer Mehrheit entschieden das am Montag die Stadträte. Bei einem Zuschlag erhält der Ausrichtungsort vom Freistaat einen Zuschuss von 700.000 Euro für das Großereignis. "Das Fest ist für uns eine Chance, sachsenweit bekannt zu werden", sagte Jürgen Zöllner, Fraktionschef der CDU. Limbach sei seiner Ansicht nach eine weltoffene, tolerante Stadt mit einem facettenreichen Vereinsleben. Als "unglaubliches Highlight für Limbach" bezeichnete Jan Hippold von der CDU eine mögliche positive Entscheidung für den Tag der Sachsen in der Großen Kreisstadt. Kerstin Brandt von den Linken gab allerdings die finanziellen Risiken zu bedenken. "Es gibt auch Städte, die nach dem Riesenfest auf ihren Kosten dafür sitzen geblieben sind", sagte sie.

Dass der Tag der Sachsen in Limbach-Oberfrohna stattfindet, können sich einige Bürger überhaupt nicht vorstellen. "Um Gottes Willen, wo sollen denn die ganzen Menschen hier untergebracht werden?", fragte sich der Rentner Heinz Baumann. Der 71-Jährige sehe vor allem große Verkehrsprobleme auf die Stadt zu kommen. Es gebe weder genügend Parkplätze für die Pkws der Besucher, noch gebe es eine geeignete Infrastruktur in Limbach-Oberfrohna. "Was das auch alles wieder kosten würde an Polizei und anderen Sicherheitsbeamten", sagte Baumann weiter.

Ein Anwohner aus Kändler entgegnete: "Das ist alles eine Frage der Organisation, andere Städte in der Größenordnung wie Limbach haben das auch schon hingekriegt". Als Parkplätze könnte er sich Felder vorstellen. "Nur für die ganzen Musik- und Showbühnen könnte es eng werden. So viele freie Plätze haben wir hier ja nicht, außer vielleicht den Johannisplatz, den Stadtpark oder die Kellerwiese", sagte er.