Linde stürzt auf eine Scheune

Orkan Sturmtief Friederike tobt im Landkreis Mittelsachsen

linde-stuerzt-auf-eine-scheune
Am Donnerstagnachmittag war eine 130-jährige Linde auf eine Scheune gegenüber der Grundschule Lichtenau gekracht. Foto: Ulli Schubert

Lichtenau. Der Orkan "Friederike", der am Donnerstag über Deutschland zog und enorme Schäden anrichtete, verschonte auch den Landkreis Mittelsachsen nicht. Allein in der Rettungsleitstelle in Freiberg waren bis zum frühen Abend mehr als 100 Notrufe eingegangen. In mehreren Gemeinden kaum es zeitweise zu Stromausfällen. Laut dem Netzbetreiber Mitnetz Strom gab es am Freitagmorgen noch 3900 unversorgte Haushalte und Geschäftskunden in Nord- und Mittelsachsen.

Die Kameraden zahlreicher Freiwilliger Feuerwehren waren im Einsatz und mussten zur Beseitigung umgestürzter Bäume oder zur Gefahrenabwehr wegen abgedeckter Dächer ausrücken. So fegte der Orkan ein Teil des Daches vom Regenbogen-Gymnasium in Augustusburg. In Niederlichtenau stürzte am Donnerstag gegen 15.30 Uhr gegenüber der Grundschule eine Linde auf eine Scheune.

Die Linde war 131 Jahre alt

Das dahinter stehende Wohnhaus blieb unversehrt, nur eine Fensterscheibe wurde eingeschlagen. Der genaue Schaden ist noch nicht bekannt. "Wir hatten wirklich Glück", sagte Haus- und Grundstücksbesitzer Renato Birnstein. Der Baum stand auf staatlichem Grund, nämlich dem der Staatsstraße 204. Bereits am Freitagvormittag wurde die umgestürzte Linde von Mitarbeitern der Straßenmeisterei des Landkreises Mittelsachsen weitgehend zerlegt.

Birnstein berichtete, dass er erst am Mittwoch ein Schreiben von der Gemeinde erhalten habe, dass der 131 Jahre alte und 22 Meter hohe Baum laut einem Gutachten gesund und standsicher sei und keiner besonderen Pflege bedürfe. Sturmtief "Friederike" hat diese Annahme widerlegt.