Lunzenau erhält schmucke Stahlbrücke

Bau Profis meisterten die Verlegung der Brückenteile über den Fluss

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Die Brückenteile liegen exakt, der Kran hat seine Heimreise angetreten nun müssen noch Restarbeiten erledigt werden. Foto: Andrea Funke

Lunzenau. Seit dem Wochenende überspannt eine neue schmücke Stahlkonstruktion in weinrot/blauer Farbe die Mulde bei Lunzenau. "Das war eine absolut professionelle Arbeit sowohl der Stahlbauer wie auch des Kranfahrers und der Fahrer der Schwerlastzüge", freut sich Gerald Karte, Bauamtsleiter der Stadt Lunzenau. Zwei Nächte waren die Brückenteile unterwegs. Gestartet im 500 Kilometer entfernten Sternwede durften die über 30 Meter langen Lkw's nur nachts fahren.

"Alles klappte gut auf der Fahrt hierher, nur jetzt auf den letzten 400 Metern des Mulderadweges wurde es an einer Stelle hauteng", berichtet der Fahrer Martin Fründt. Rückwärts bewegt sich der Schwerlasttransporter im Schneckentempo Richtung Brückenpfeiler und erhält dabei über Funk Hinweise seines Einweisers. Nur bei einem Strommast und dem gegenüberliegenden Maschendrahtzaun wird der Weg zum Nadelöhr.

Mit Holzbohlen unter den Rädern wird der Truck über die Pfeiler des Zaunes manövriert. Zwischen Brückengitter auf dem Laster und dem Mast passt gerade noch ein Blatt Papier. Aber es wird nichts beschädigt. Dann hievt der 500 Tonnen Kran, der seinen Ladearm auf 43 Meter ausgefahren hat, das 30 Meter lange und 30 Tonnen schwere Brückenteil auf die blauen Polypen.

Das zweite Brückenelement folgt gleichermaßen und stößt in der Flussmitte mit dem ersten Teil passgenau zusammen. Bevor nun die beiden Teile verschweißt werden können, müssen mindestens um die 10 Grad herrschen. Dann folgen die Betonierung der Rampen und der Übergang vom Stahlbau an den Betonbau. Auch der Mulderadweg, der nicht für solche schwere Technik ausgelegt war, hat Schaden genommen, die ausgebessert werden sollen.

Die Gesamtkosten der Baumaßnahme belaufen sich auf zirka 1,2 Millionen Euro. Die Einweihung der neuen Küblerbrücke ist für April/Mai geplant. "Der Übergang über die Mulde fehlt schon ganz schön. Es sind viel weniger Spaziergänger am Muldeufer unterwegs, da sie keine Runde laufen können. Auch ich freue mich, wenn ich mit meinem Rollstuhl den Übergang wieder nutzen kann", berichtet Hans-Joachim Böhme von der Gärtnerei Böhme, der die Bauarbeiten oftmals beobachtete.