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Lunzenau hat ein Herz für Biber

Fauna "Biber-Lehrpfad" an den Mulde-Terrassen der Zwickauer Mulde eingeweiht

Lunzenau/Mittelsachsen. 

Lunzenau/Mittelsachsen. Viele werden es gar nicht wissen: An den Ufern der Zwickauer Mulde ist der Biber wieder heimisch geworden. "Das ist ein gutes Zeichen, denn der Biber braucht sauberes Wasser", weiß Steffen Köhler, ehrenamtlicher Biber-Schutzbeauftragter, aus Lunzenau. Anlässlich der kürzlich durchgeführten Übergabe des neuen Biber-Lehrpfades an den Mulde-Terrassen unweit des Mulde-Ufers konnte er die vier hier aufgestellten Tafeln mit Informationen zum Leben der Biber mit persönlich Erlebtem ergänzen.

Ein Pfad für Mitbürger und Gäste

"Durch die Unterstützung der Sparkassenstiftung für Soziales und Kultur war es der Stadt Lunzenau möglich, diesen Pfad für unsere Mitbürger, Kinder, Jugendlichen und Gäste am Ufer der Zwickauer Mulde zu errichten", erläuterte Lunzenaus Bürgermeister Ronny Hofmann (CDU) anlässlich der Pfad-Einweihung. Das Verwirklichen der Projektidee erfolgte durch die Naturförderungsvereinigung "Naturschutzstation Weiditz" , deren Geschäftsführerin Angela Schubert zur Eröffnung mit vor Ort war.

An den Mulde-Terrassen Wissen vermitteln

Schubert sagte anlässlich der Einweihung: "Wir sind froh, dass wir hier unser Wissen und Können zum Thema Biber mit einbringen können." Ebenfalls mit dabei war Professor Hans-Ferdinand Schramm, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Mittelsachsen. "Der Standort des Lehrpfades wurde ganz bewusst gewählt, um insbesondere Kindern hier an den Mulde-Terrassen auch Wissen zu vermitteln", so Hofmann.

Sich mit den Bibern arrangieren

Durch Experten der Unteren Naturschutzbehörde Mittelsachsen wurde geschätzt, dass es im Landkreis etwa 90 besetzte Reviere gibt, in denen sich etwa 250 Tiere aufhalten. Um Lunzenau befinden sich vier Biber-Burgen. Steffen Köhler appelliert an Anwohner, sich möglichst mit den Nagern zu arrangieren und keinesfalls Fallen aufzustellen, da der Biber unter Naturschutz steht. Bei Biber-Problemen bitte an die Untere Naturschutzbehörde Mittelsachsen wenden - Telefon 03731/799-4144.

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