Lustige Hüpfer zieren den Marktplatz

wahrzeichen Origineller Brunnen mit vielen Fröschen als Hingucker

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Der originelle Harthaer Markbrunnen mit seinen lustigen Hüpfern ist zu jeder Jahreszeit sehenswert. Foto: Uwe Schönberner

Hartha. "Frosch-Harthe" - das ist seit jeher die nicht ganz ernst zu nehmende Bezeichnung für das reichlich 7.000 Einwohner zählende Städtchen Hartha, das sich unweit von Geringswalde ebenfalls an der Bundesstraße 175 befindet. Doch woher kommt dieser Name überhaupt?

Ein Froschbrunnen ziert den Marktplatz

1995/96 hat sich der bekannte Dresdener Bildhauer Vinzenz Wanitschke (1932 bis 2012) diesem Thema auf seine Art und Weise angenommen und den Harthaern auf dem neu gestalteten Marktplatz ein echtes Kleinod geschaffen: einen Froschbrunnen. Die mit viel Liebe zum Detail hergestellten und viel Lebensfreude und Witz versprühenden, bronzenen Figuren haben alle so richtig nahe gehende Züge.

Ob lustige Musikanten, genervte Zeitgenossen oder auch genießerische Trinker. Hier entdeckt der interessierte Besucher so manch neckisches Detail, das er auf den ersten Blick sicher nicht sofort sieht. Als Spruch ist zu lesen: "Als es hier noch Sümpfe gab, da quakten wir manch frohe Stunde. Doch als es uns zu trocken ward, sind wir gar bald verschwunden. Heut" sind wir Ehrengäste und kommen nur zum Heimatfeste."

Erinnerung an die Vergangenheit

Damit wird daran erinnert, dass es vor langer Zeit dort, wo sich heute der Marktplatz befindet, einmal mehrere Teiche gegeben haben soll. Reisenden war das laute Quaken der Hüpfer beim Durchqueren dieses Gebietes aufgefallen, und schon hatte der Ort seinen Beinamen weg.

Hartha hat seinen Gästen zwar noch mehr zu bieten, doch die lustigen Hüpfer mit ihren Instrumenten sollten sich Hartha-Besucher auf jeden Fall etwas näher ansehen. Es lohnt sich. Wanitschke hat übrigens im benachbarten Döbeln 2002 einen ebenfalls sehenswerten Brunnen geschaffen: den Stiefelbrunnen.