Luther als Comicfigur?

Ausstellung "Luther und der Kurfürst" in Augustusburg

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Der Altar in der Schlosskirche steht im Mittelpunkt der Ausstellung "Luther und das Geheimnis des Cranach-Altars" auf Schloss Augustusburg. Foto: Ulli Schubert

Augustusburg. Als Zeugnis der Reformation steht die Augustusburger Schlosskirche ab April im Mittelpunkt der Sonderausstellung "Luther und der Kurfürst". Nur hier kann die einmalige Sonderausgabe des populären Comics "Martin - Luther - Ein Mönch verändert die Welt" besichtigt werden. Die speziell für Schloss Augustusburg entwickelte Edition des Comics von Ulrike Albers und Hartmut Sauerer zeigt auf großen Tafeln auf unterhaltsame Art den Bau von Schloss samt Kirche und wirft einen Blick auf die kurfürstliche Familie mit Kurfürst August, Frau Anna und ihren 14 Kindern.

Die kurfürstliche Familie steht auch im Mittelpunkt eines der wertvollsten und bedeutendsten Bildwerke der sächsischen Landes- und Kulturgeschichte in der Schlosskirche: Dem Altar mit einem Gemälde von der Kreuzigung Jesu und der kurfürstlichen Familie. Altar und Kanzel sind ein Werk von Lucas Cranach dem Jüngeren, der eng mit Kurfürst August befreundet war. Patrizia Meyn beeindruckt aber besonders dessen Frau. "Heute wäre Kurfürstin Anna sicher eine Bloggerin. Sie hat einen sehr umfangreichen Schriftwechsel geführt und so manchen Faden im Hintergrund gesponnen", so die Geschäftsführerin der Schlossbetriebe.

Detaillierte Informationen zu dem Wittenberger Künstler, der Schlosskirche und dem Altar runden die Sonderschau ab. Ebenso ist ein Film über das Altargemälde und dessen Restaurierung zu sehen. Die erstmalige Ausstellung "Luther und das Geheimnis des Cranach-Altars" kann vom 29. April bis 5. November 2017 besucht werden.