Luther-Eiche beendet das Luther-Jahr

Pflanzung Weigmannsdorfer Kirche pflanzt einen neuen Baum auf dem Friedhof

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Bert Trautmann (l.) und Frank Süß von der Baumschule Freiberg an der Luthereiche. Foto: W. Josch

Weigmannsdorf. Einen Tag vor dem Ende des Reformationsjubiläumsjahres und der Luther-Dekade wurde auf dem Friedhof in Weigmannsdorf ein Zeichen dafür gesetzt, dass jedes Ende vor allem eines ist, nämlich ein neuer Anfang. In der jahrhundertealten Tradition der Luther-Bäume pflanzten Mitarbeiter der Baumschule Freiberg in Anwesenheit von Gemeindemitgliedern eine Luther-Eiche. "Luther predigte seinerzeit öfter unter Bäumen", erzählt Pfarrer Samuel Weber.

Eiche erfüllt noch einen anderen Zweck

"Damit erreichte er mehr Zuhörer als in einer eng begrenzten Kirche." Daraus sei dann der Brauch mit den Luther-Bäumen entstanden, die landauf, landab zu finden sind. In Weigmannsdorf hatte die Pflanzung allerdings noch einen gestalterischen Hintergrund. So waren vor einiger Zeit zwei kranke Bäume entfernt worden, für die nun zwei neue ihren Platz fanden. Einer davon als Luther-Baum. "Und weil auf diesem Friedhof vor allem Eichen stehen, sollten es auch wieder Eichen sein", so Samuel Weber.

Ansonsten sei es schon immer gleich gewesen, ob nun eine Linde, Eiche oder Buche den Namen des Reformators trage. Wichtig sei doch der Gedanke an das Leben, der solchen Pflanzungen innewohnt. Mit einem Gebet wurde dem Baum die Weihe zuteil.