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"Männel" sind auch aus Ton

Ausstellung Oederaner Museum zeigt Arbeiten kreativer Mittelsachsen

Oederan. 

Im religiösen Jahreskreis ist die Weihnachtszeit mit dem neuen Jahr noch längst nicht zu Ende. Und so nimmt es nicht Wunder, dass Weihnachtsausstellungen bis weit ins neue Jahr hineinreichen. So auch die Sonderausstellung im Oederaner Museum am Markt. Exakt 45 private Leihgeber machten die Ausstellung unter dem Motto "Wenn's Raachermannel nabelt" erst möglich. "Dass unser Aufruf so reiche Früchte trug, ist wirklich bemerkenswert. Aus ganz Mittelsachsen und sogar aus Chemnitz kamen Exponate", freut sich Museumsleiterin Ramona Metzler über die vielen selbst gefertigten Räuchermänner, -häuser, -pyramiden und -schalen. Es sind Ausstellungstücke zu sehen, die in keinem Geschäft erworben werden können.

Die Mehrzahl der Exponate entstanden als Einzelstücke, andere wurden vor vielen Jahren erworben, Hobbybastler waren am Werke und Schnitzer stellen ihre Kreativität unter Beweis. "Zu sehen sind Räuchermänner aus Holz, Keramik und Edelstahl", so Metzler. Zu den außergewöhnlichen Exponaten gehören beispielsweise Töpferarbeiten der Oederanerin Gudrun Friedrich oder geklöppelte Räuchermänner. In einer von Peggy Schaffarschick erarbeiteten Holz-Fibel kann man zudem einiges über Hölzer erfahren, die sich zum Bearbeiten an der Drechselbank eignen. Denn auch eine Drechselstube wurde eingerichtet. "Ich durfte die Hobbywerkstatt von Jürgen Mrazek regelrecht plündern", sagte Ramona Metzler. Zu sehen ist nun ein großer Teil der Drechselwerkstatt des vor drei Jahren verstorbenen Börnicheners, von dem auch verschiedene gedrechselte "Männel" gezeigt werden. www.oederan.de