Magnesium als Material der Zukunft

Forschung Grundsteinlegung neue Maschinenhalle entsteht

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Simone Raatz, Rudolf Kawalla, Eva-Maria Stange, Klaus-Dieter Barbknecht, Veronika Bellmann und Jana Pinka (v.l.) bei der Grundsteinlegung für die neue Maschinenhalle. Foto: Wieland Josch

Freiberg. Im vergangenen Sommer gründete sich in Freiberg die Leichtbau Allianz Sachsen. Unter dieser Überschrift schlossen sich die TU Dresden, die TU Chemnitz und die TU Bergakademie Freiberg zusammen, um ihre Anstrengungen und Kompetenzen auf diesem Gebiet zu bündeln.

Am Freitag, den 10. Februar 2017, wurde auf diesem Gebiet der Grundstein für einen weiteren Fortschritt in Sachen Leichtbau gelegt, und zwar wortwörtlich. Eva-Maria Stange, Sächsische Staatsministerin für Wissenschaft und Kultur, kam nach Freiberg, um zusammen mit dem Rektor der Ressourcenuniversität, Klaus-Dieter Barbknecht, und Rudolf Kawalla, Leiter des Instituts für Umformungstechnik, den Startschuss zum Bau einer neuen Maschinenhalle für eine Gießwalzanlage zu geben, mit welcher künftig Magnesiumdraht hergestellt wird.

In Anwesenheit zahlreicher Fachleute, aber auch Vertretern der Landes- und Bundespolitik, wurde eine kupferne Kartusche befüllt und dann in das Fundament der zu bauenden Halle versenkt. "Damit werden wir hier in Freiberg weltweit erstmals die Möglichkeit haben, Magnesiumdraht zu testen", so Professor Barbknecht.

Schon jetzt sei Leichtbau an der TU Bergakademie mannigfaltig in der Erprobung, auch, weil das hauseigene Racing Team eine selbsttragende Rennwagen-Karosserie entwickelt hat. "Damit wird gezeigt, wie man nachhaltig mit recycelbaren Materialien arbeitet", sagte der Rektor weiter.

Eva-Maria Stange machte auf die Wichtigkeit dieser Forschung aufmerksam. "Ressourcen sind knapp", sagte sie. "Wie gehen wir also damit um?" Die Wiederverwertbarkeit von Magnesium sei ein entscheidender Faktor in der Zukunft. Rudolf Kawalla wiederum zeigte die Verwendungsmöglichkeiten des Materials auf, welches besonders die Autoindustrie bereichern dürfte.

Es stehe ein Generationenwechsel in der metallverarbeitenden Industrie an. Die Fertigstellung der Pilot-Forschungsanlage ist für den Juni 2017 vorgesehen.