Mann behinderte Rettungseinsatz in Freiberg

Polizei Nach Unfall wollte ein Person nicht warten, bis Patient versorgt war

Freiberg. 

Freiberg. Zu einem Rettungseinsatz rückte die Besatzung eines Rettungswagens am Dienstagnachmittag gegen 16.30 Uhr in die Paul-Müller-Straße aus und stellte das Fahrzeug mit eingeschalteter Warnblinkanlage auf der Straße am Einsatzort ab. Aufgrund der örtlichen Gegebenheiten stand der Rettungswagen zum Teil auch auf der gegenüberliegenden Fahrbahn. Während die beiden Sanitäter den Patienten im Rettungswagen versorgten, näherte sich ein bislang noch unbekannter Verkehrsteilnehmer zu Fuß dem Fahrzeug. Der Mann klappte laut der Besatzung den Seitenspiegel des Rettungswagens mit Gewalt ein, da er offenbar mit seinem Fahrzeug die Straße nicht passieren konnte und hätte weiter warten müssen.

Einer der Sanitäter musste deshalb die Patientenversorgung unterbrechen. Er stellte den Mann darauf zur Rede und bat zugleich um Verständnis, da es während der Behandlung des Patienten nicht möglich war, den Rettungswagen zu bewegen. Daraufhin entwickelte sich ein Disput, in dessen Verlauf der Verkehrsteilnehmer den Rettungssanitäter beleidigte. Der Vorfall wurde der Polizei schließlich zur Anzeige gebracht.

Es wurden bereits Ermittlungen wegen des Verdachts des Widerstandes gegen Personen, die Vollstreckungsbeamten gleichstehen, aufgenommen. In diesem Zusammenhang weist die Polizei auf Folgendes hin: Nach § 35 der Straßenverkehrsverordnung (StVO) sind Fahrzeuge des Rettungsdienstes von den Vorschriften dieser Verordnung befreit, wenn höchste Eile geboten ist, um Menschenleben zu retten oder schwere gesundheitliche Schäden abzuwenden. Im vorliegenden Fall in Freiberg war dies ohne Einschränkung gegeben.