Max Neukirchner dreht die ersten Runden auf italienischer Schönheit

Superbike-WM Dem Stollberger ist der Trainingseinstieg gelungen

Nach fast einem Vierteljahr Pause stieg der Stollberger Max Neukirchner wieder einmal auf eine Rennmaschine, auf sein Arbeitsgerät für 2013: Eine Ducati 1199 Panigale, eine der vielen roten Schönheiten aus Bologna, mit der er im neuen Jahr die Weltmeisterschaftsläufe in der Klasse Superbike bestreiten will.

Max hatte sich in diesem Jahr als Pilot der Motorrad-Weltmeisterschaft (Moto2) im Kiefer Racing Team beim Training in Brünn den Mittelhandknochen (rechts) gebrochen - nun geht es auf in neues Abenteuer.

Nachdem die ersten Test-Versuche im italienischen Mugello dem Regen zum Opfer gefallen waren, drehte er bei feuchter Strecke einen Tag später zehn Runden, bis dann die eigentliche Arbeit mit zwei Ducati-Ingenieuren beginnen konnte.

Neukirchner hat schnell erkannt, dass er seinen Fahrstil ändern muss. "Ich muss die Kurven viel spitzer fahren als zuletzt in der Moto2 bei Kiefer oder MZ." Auf seine Handverletzung hin angesprochen, meinte der Superbiker: "Von der Hand habe ich während des Fahrens nicht viel gemerkt. Aber als ich zur Ruhe kam, hatte ich schon einige Probleme", meinte der 29-Jährige, der aber bis zum Saisonstart noch einige Monate Zeit hat. "Ich habe in den letzten Wochen viel für die Fitness getan, denn ich weiß auch, dass so eine 1000er ganz schön schlaucht. Ich brauche andere Muskeln als auf der Moto2."

Der Erzgebirger hat stressige Tage vor sich. In dieser Woche wurde im spanischen Aragon und Jerez getestet, aber: "Ich brauche jeden Kilometer auf der neuen Italienerin aus Bologna", schmunzelte Max und gab kräftig Gas für eine hoffentlich gute Saison.