Mehr Geld für Rebhuhn, Neuntöter und Fledermaus

Förderprogramm Vier Millionen Euro jährlich für den Naturschutz

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Foto: Getty Images/iStockphoto/Stefan Ataman

Mittelsachsen. Das Sächsische Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft hat ein Sonderprogramm gestartet, mit dem das Anlegen von Gehölzen in der Landschaft gefördert wird. Vier Millionen Euro stehen jedes Jahr dafür bereit. Die Mittel sollen für die Anlage von Feldhecken und Feldgehölzen sowie für die Sanierung von Kopfbäumen, Hecken und Steinrücken verwendet werden.

Sachsen fördert das Anlegen von Gehölz-Strukturen

"Solche Gehölz-Strukturen bieten zahlreichen Arten Lebens- und Rückzugsräume. Darunter sind insbesondere verschiedene Vogelarten wie Raubwürger, Rebhuhn oder Neuntöter", erklärt Umweltminister Thomas Schmidt. Von großer Bedeutung sind diese auch für Fledermäuse. "Mit der Bereitstellung dieser Mittel für den Naturschutz unterstützen wir Verbände und Vereine, Landwirtschaftsbetriebe, Privatpersonen und Gemeinden, die sich für die Bewahrung der Artenvielfalt und die Erhaltung der sächsischen Kulturlandschaft einsetzen", so Minister Schmidt.

Gemeinsame Förderung von Bund und Sachsen

Die Mittel kommen aus der Gemeinschaftsaufgabe Agrarstruktur und Küstenschutz, mit der Bund und Länder die Entwicklung der ländlichen Räume unterstützen. 40 Prozent der Mittel stammen aus dem Haushalt des Freistaates Sachsen auf Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtages beschlossenen Haushaltes, weitere 60 Prozent steuert der Bund bei. Anträge auf die Förderung können beim Sächsischen Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie eingereicht werden.