"Mich reizt die Vielschichtigkeit"

Kultur Neue Chefin der Städtischen Museen will für bessere Vermarktung sorgen

Limbach-Oberfrohna. Sie wurde aus insgesamt 74 Bewerbern ausgewählt und wird zukünftig die Städtischen Museen leiten: Barbara Wiegand-Stempel ist Kunsthistorikern und freut sich auf ihre neuen Aufgaben im Limbacher Esche-Museum und dem Schloss Wolkenburg. "Ich möchte mich für die Region engagieren, die nicht unmittelbar ein touristischer Brennpunkt ist ", sagt sie.

Seit der Eröffnung des Esche-Museums im Mai letzten Jahres habe es nie eine richtige Leitung gegeben, erklärte Oberbürgermeister Hans-Christian Rickauer. "Unsere Erwartungen an Frau Wiegand-Stempel sind groß, zumal wir das Esche-Museum als Besonderheit in der Stadt sehen", sagte er weiter. Die neue Museumsleiterin ist gebürtige Oberlausitzerin und hat Kunstgeschichte und Germanistik studiert. Sie war bereits im Museum Ulm sowie im Gunzenhauser in Chemnitz sowie im Zittauer Museum tätig. Für Limbach hat sich die 36-Jährige entschieden, weil sie die Vielschichtigkeit der beiden Häuser in Limbach sowie in Wolkenburg gereizt habe und sie die verschiedenen Profile spannend finde. "Ich bin als Kunsthistorikern zwar keine Fachfrau für Technik und Industriegeschichte, will mich aber schnell einarbeiten", sagt Barbara Wiegand-Stempel. Ihre konkreten Ziele: Die Stadtgeschichte den Bürgern nahe bringen und für eine Vermarktung sorgen, sodass auch Touristen außerhalb der Region den Weg nach Limbach-Oberfrohna finden. "Ich will etwas dafür tun, dass die Bürger der Stadt mehr als ein mal ins Museum kommen, zum Beispiel mit wechselnden Ausstellungen", kündigte sie an.